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Parallels Desktop 4.0 - Windows und Linux auch in 64 Bit

Virtuelle Maschine beschleunigt und erweitert. Der Parallels Desktop 4.0 bringt Windows und Linux nun auch in ihren 64-Bit-Varianten unter MacOS X zum Laufen - auch das Apple-Betriebssystem lässt sich in einer virtuellen Maschine ausführen. Auf Mac Books soll Parallels zudem stromsparender arbeiten und Mac-Pro-Nutzer können ihren Virtual Machines bis zu acht Prozessoren und je bis zu 8 GByte Speicher zuweisen.
/ Christian Klaß
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Die Virtualisierungsengine des Parallels Desktop 4.0 soll generell schneller laufen - bis zu 50 Prozent mehr Leistung verspricht der Hersteller. Mehr Leistung bringt auch die Unterstützung von 4-Wege-SMP und - wenn auch nur experimentell bisher - 8-Wege-SMP. Es lassen sich so bis zu acht CPUs einer virtuellen Maschine zuweisen. Außerdem können jeder virtuellen Maschine bis zu 8 GByte RAM zugewiesen werden.

Weitere Verbesserungen betreffen die Grafikausgabe, bei der DirectX 9 und OpenGL 2.1 unterstützt werden. Ab der Version 4.0 versteht sich der Parallels Desktop auf DirectX-9-Spiele mit Pixel-Shader-2.0-Effekten und kann bis zu 256 MByte virtuellen Videospeicher zuweisen. Innerhalb der virtuellen Maschine sind Video-Overlays möglich.

Als minimale Systemvoraussetzung für das Ausführen von 64-Bit-Betriebssystemen innerhalb des Parallels Desktop 4.0 geben die Entwickler einen Mac mit einem Core-2-Prozessor von Intel an. Parallels setzt neben Intel-Prozessoren generell MacOS X Leopard ab der Version 10.5.2 oder MacOS X Tiger ab der Version 10.4.11 voraus. MacOS X selbst läuft nun, auch in der Serverversion, ebenfalls unter MacOS X.

Die erweiterten Stromsparfunktionen von Parallels sollen zudem einen längeren Akkubetrieb ermöglichen - bis zu 20 Prozent mehr Laufzeit versprechen die Entwickler. Durch laut Beschreibung vollständigen ACPI-Support kann die Virtual Machine in den Stand-by-Modus geschickt und wieder aufgeweckt werden.

Viele neue Funktionen sollen die Arbeit mit Parallels zudem vereinfachen. Taskbar-Meldungen aus Windows erscheinen beispielsweise in der Mac-Menüleiste und es können eigene Tastaturkürzel verwendet werden. Von den laufenden VMs können automatische Snapshots gemacht werden. Ein verbesserter Transporter hilft bei der Migration von PCs und virtuellen Maschinen anderer Hersteller.

Auch lassen sich angeschlossene Speichermedien nun gleichzeitig innerhalb von MacOS X und der virtuellem Maschine nutzen. Darüber hinaus lassen sich USB-Geräte direkt MacOS X oder einem Gastbetriebssystem zuweisen, so dass beispielsweise ein Navigationssystem der zugehörigen Windows-Software angehört. Die Fernsteuerung einer VM ist auch über eine iPhone-Anwendung möglich.

Die wahlweise auf Englisch(öffnet im neuen Fenster) oder Deutsch(öffnet im neuen Fenster) erhältliche Vollversion vom Parallels Desktop 4.0 kostet 79,99 Dollar respektive 79,99 Euro. Enthalten sind drei Vollversionen von Hilfsprogrammen; dazu zählen die Backupsoftware Acronis True Image Home, der Acronis Disk Director und das Sicherheitspaket Parallels Internet Security. Letzteres basiert auf Kasperskys Antivirus-, Firewall- und Datenschutzsoftware.

Wer sich bis zum 30. November 2008 für ein Upgrade einer älteren Parallels-Version entscheidet, zahlt 39,99 Euro statt 49,99 Euro. Wer sich den Parallels Desktop 3.0 am oder nach dem 1. September 2008 gekauft hat, erhält ein kostenloses Upgrade. Neukunden können die Software kostenlos 15 Tage lang testen.

Nachtrag vom 11. November 2008, um 9:30 Uhr:
Wie Golem.de auf Nachfrage erfuhr, wird die neue Parallels-Version voraussichtlich im Laufe des heutigen Tages erscheinen. Eigentlich sollten schon um kurz nach 9 Uhr die Parallels-Webseiten für die Version 4.0 aktualisiert werden.

Nachtrag vom 11. November 2008, um 12:50 Uhr:
Mittlerweile ist die englischsprachige Version erhältlich. Die Version mit eingedeutschten Menüs lässt noch auf sich warten.

Nachtrag vom 11. November 2008, um 15:30 Uhr:
Auch die deutsche Version des Parallels Desktop 4.0 ist mittlerweile da.


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