Wann wird das Internet zur Sucht?

Chinesische Psychologen definieren Kriterien für Onlinesucht

Chinesische Wissenschaftler haben Kriterien für Internetsucht definiert. Das berichten mehrere Medien in China. Im Reich der Mitte leiden mehrere Millionen Menschen unter dieser Krankheit, vor allem junge.

Artikel veröffentlicht am ,

Pekinger Psychologen haben einen Katalog mit Kriterien für Onlinesucht veröffentlicht. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Starke Anzeichen für ein Suchtverhalten sind laut Handbuch zur Diagnose von Internetsucht (Internet Addiction Disorder, IAD), mehr als sechs Stunden am Tag im Internet zu surfen und darüber alles andere zu vernachlässigen sowie Reizzustände, wenn der Nutzer nicht online gehen kann, berichtet die englischsprachige Tageszeitung China Daily. Weitere Anzeichen sind körperlicher und psychischer Stress, Schlaf- oder Konzentrationsstörungen. Süchtige sollen sich nach Erkenntnissen der Forscher besonders gern auf Seiten mit Onlinespielen, pornografischen Websites, in Social Networks und Onlineshops herumtreiben.

Ausgearbeitet wurde die Definition von Mitarbeitern eines Pekinger Militärkrankenhauses. Sie basiert auf einer Studie mit mehr als 1.300 Süchtigen in dem Krankenhaus. Sollte das Gesundheitsministerium den Kriterienkatalog genehmigen, sei er der erste seiner Art weltweit, sagte Tao Ran, einer der führenden Suchtexperten in China und maßgeblich an der Ausarbeitung des Katalogs beteiligt. In dem Falle wäre China laut Tao das erste Land der Erde, das IAD als Krankheit anerkennt - wie Alkohol- oder Spielsucht. Tao rechnet damit, dass das Ministerium das Handbuch Anfang 2009 billigt.

Seit Jahren versuchen die Behörden, der Internetsucht im Land Herr zu werden, zum Teil mit recht rustikalen Methoden. So haben die Behörden etwa vor einigen Jahren eine Beschränkung der Zeit, die Nutzer in Onlinespielwelten verbringen dürfen, eingeführt. Zudem ist Minderjährigen das Betreten von Internetcafés verboten. Die Behörden in der Hauptstadt verlangen inzwischen, dass sich Pekinger mit Foto in einer zentralen Datenbank registrieren lassen, wenn sie Internetcafés nutzen wollen. Über ein Überwachungssystem können die Beamten dann überprüfen, ob sich Minderjährige mit einem fremden Ausweis Zutritt zu einem Internetcafé verschafft haben.

Die Auswirkungen des Internetmissbrauchs machen sich in China im realen Leben bemerkbar. China habe damit mehr Probleme als die westlichen Länder, so Tao. Jeder zehnte Internetnutzer unter 30 Jahren sei onlinesüchtig, wie mehrere Studien in China ergeben hätten. Der überwiegende Teil davon seien Männer. Allerdings ist IAD gut heilbar, sagt Tao, der seit 2005 Internetsüchtige behandelt. Fast alle Patienten könnten, so Tao, in drei bis sechs Monaten geheilt werden.

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Henning1982 14. Dez 2008

Meister ... wird zeit dass du wieder frische luft atmest und unter normale leute kommst.

Heititei 11. Nov 2008

Ach du Scheiße, kann man da noch was machen?

Heititei 11. Nov 2008

Aber warum denn nicht?

Schön und gut 11. Nov 2008

Schocktherapie oder 100%iger Entzug? :D



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