WCG 2008: Strategiespieler holen Medaillen für Deutschland
Mehr als 800 Spieler aus 74 Nationen haben sich beim Finale der World Cyber Games in Köln versammelt, das vom 5. bis 9. November 2008 in Köln stattgefunden hat. Insgesamt haben sich bei den nationalen und dann internationalen Vorausscheidungen mehrere hunderttausend E-Sportler beteiligt. Beim Sieg um die Medaillen waren deutsche Computerspieler viermal erfolgreich – Deutschland hat es so auf den vierten Platz der Nationenwertung geschafft. Im ewigen Medaillenspiegel belegt Deutschland jetzt den zweiten Platz hinter Südkorea.
Mit einem Doppelsieg gingen gestern die Endspiele in Command & Conquer 3: Kane’s Wrath zu Ende. Pascal "Dackel" Pfefferle aus Ehrenkirchen gewann mit zwei Siegen gegen seinen Landsmann Benjamin "Heckenheinrich" Schütz aus Betzdorf und darf sich somit als neuer Weltmeister feiern lassen. Die Silbermedaille geht an Schütz. Der 17-jährige Max "The_Demon" Laub aus Köln setzte sich im Spiel um Platz 3 bei Age of Empires: The Asian Dynasties gegen einen Niederländer durch und sicherte sich somit die Bronzemedaille.
Auch am Handy war ein deutscher Cyber-Athlet erfolgreich: Der Asphalt-4-Spieler Andreas "neogetix" Rode aus Ibbenbüren konnte sich während des Turniers bis ins Halbfinale durchspielen, unterlag dann allerdings dem Amerikaner Steven "Bluewolf" Anderson. Im anschließenden Spiel um Platz 3 gewann der 25-Jährige und sicherte sich die Bronzemedaille in seiner Disziplin.
Bei der Abschlusszeremonie wurden am letzten Grand-Final-Tag die Weltmeister geehrt und Preisgeld von insgesamt fast 500.000 US-Dollar übergeben. Anschließend wurde feierlich der Staffelstab für das kommende World Cyber Games 2009 Grand Final an die chinesische Delegation aus Chengdu übergeben.
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