Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Google-Handy hat einen schweren Fehler

Korrigierte Firmware wird bereits verteilt. Durch einen Fehler versteht das Android-Smartphone G1 beliebige Tastatureingaben als direkten Befehl und führt ihn mit maximalen Rechten aus. Wird etwa "reboot" eingetippt, führt das zu einem sofortigen Neustart des Geräts. In einer korrigierten Firmware soll dieser Fehler beseitigt sein.
/ Ingo Pakalski
46 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Der Grund für das Fehlverhalten liegt darin, dass eine Shell beim Gerätestart mitgeladen wird, die fortan im Hintergrund läuft und auf Befehlseingaben wartet. Dabei spielt es keine Rolle, welche Applikation sich zu diesem Zeitpunkt im Vordergrund befindet. Entdeckt wurde der Fehler, als ein G1-Besitzer eine Kurzmitteilung an seine Freundin tippte und darin das Wort "Reboot" eingab. Daraufhin führte das Mobiltelefon ohne Nachfrage einen Neustart durch.

Der Befehlseingabemodus ist beim G1 zu jedem Zeitpunkt aktiv, auch wenn gar keine Applikation für Texteingaben gestartet ist, berichtet das ZDnet-Blog(öffnet im neuen Fenster) . Wird im Programmstarter der Befehl "Reboot" eingetippt, führt das ebenfalls zu einem Neustart des Geräts. Da es zuvor keine Sicherheitsabfrage gibt, kann es dabei zu Datenverlusten kommen, weil noch laufende Applikationen damit beendet werden.

Google will den Fehler mit der Firmware RC30 beseitigt haben, die derzeit allen G1-Besitzern angeboten wird. Mit dem Update wird ein weiterer Fehler beseitigt, über den Unbefugte Root-Rechte für das Gerät(öffnet im neuen Fenster) erlangen können. Das ist über das auf Android Market angebotene Terminalprogramm pTerminal möglich. Ist es installiert, kann sich ein Anwender mit Root-Rechten auf dem Mobiltelefon anmelden.

Nach Deutschland kommt das G1 erst Anfang 2009. Seit kurzer Zeit verkauft T-Mobile das von HTC entwickelte Android-Smartphone unter anderem in den USA.


Relevante Themen