Fujitsu Siemens bricht in Deutschland ein
Fujitsu Siemens Computers (FSC) hat in Deutschland Einbußen zu verzeichnen. Das berichtet die Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag aus einer aktuellen Studie der Marktforscher von IDC. 2007 war FSC in Deutschland mit 17,4 Prozent noch Marktführer.
Am 4. November 2008 hatte Siemens wie erwartet den Ausstieg aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit Fujitsu verkündet. Die Japaner werden die 50-prozentige Beteiligung von Siemens für rund 450 Millionen Euro übernehmen. Über den Ausstieg des Münchner Industriekonzerns war seit Monaten spekuliert worden. "Das hat das Endkundengeschäft sicher stark belastet" , so ein Branchenexperte zu der Zeitung. Sonderaktionen von FSC bei den Elektronik-Supermärkten Media Markt oder Saturn wurden zuletzt stark zurückgefahren.
Der taiwanische Computerhersteller Acer kann dagegen in Deutschland weiter zulegen. Einschließlich der im Vorjahr zugekauften Firmen Packard Bell und Gateway erreichte Acer im dritten Quartal ein Absatzplus von knapp 78 Prozent auf 655.000 Einheiten, so IDC. Damit kommt Acer auf einen Marktanteil von 20 Prozent nach 13,1 Prozent im Vorjahresquartal. Dahinter folgt HP, der US-Konzern konnte um 23,9 Prozent wachsen, während der Gesamtmarkt um 23,7 Prozent zulegte. HP liegt damit weiter auf einem Marktanteil von 15,3 Prozent.



