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Finanzkrise: Ciscos erster Umsatzeinbruch seit 5 Jahren

Chambers spricht von "dramatischen Veränderungen in letzten zwei Monaten". Cisco-Chef John Chambers hat angekündigt, dass der Netzwerkausrüster in Folge der Finanzkrise im laufenden Quartal bis zu 10 Prozent Umsatz einbüßen wird. Im August 2008 hatte er noch eine Umsatzzunahme um 8,5 Prozent in Aussicht gestellt.
/ Achim Sawall
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Cisco hat in seinem ersten Finanzquartal 2008/2009 einen Gewinn von 2,2 Milliarden US-Dollar (37 Cent pro Aktie) erzielt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der Gewinn bei 2,21 Milliarden US-Dollar (35 Cent pro Aktie). Der Umsatz stieg zwar um 8,1 Prozent auf 10,3 Milliarden US-Dollar, was jedoch zugleich das langsamste Wachstum seit drei Jahren markiert.

"Das wirtschaftliche Umfeld hat sich in den letzten zwei Monaten dramatisch verändert" , sagte Chambers. Es sei ihm selten so schwer gefallen, eine verlässliche Prognose abzugeben. Ciscos Geschäft mit Switches wuchs dennoch um 8 Prozent. Router legten um 1 Prozent zu. Die beiden Produktgruppen generieren 60 Prozent des Gesamtumsatzes des Konzerns.

Chambers ließ den Wachstumsausblick von 12 bis 17 Prozent für die nächsten drei bis fünf Jahre jedoch unverändert. Cisco werde versuchen, die gleichen Taktiken anzuwenden, zu denen man vor Jahren in der Wirtschaftskrise gegriffen habe. "Wir müssen frühzeitig eingreifen, ohne unsere längerfristigen Ziele aus den Augen zu verlieren" , kündigte er an.

Cisco ist einer der ersten großen IT-Konzerne, der Quartalsergebnisse vorlegt, die den Monat Oktober 2008 einschließen. Die Kundenbestellungen, die im August noch um 7 Prozent zulegten, gaben im Oktober um 9 Prozent nach. Cisco habe als Reaktion einen Einstellungsstopp verhängt, die Senkung der Reisekosten verfügt und kostspielige Projekte vertagt, sagte Chambers. Im laufenden Finanzjahr soll so eine Milliarde US-Dollar eingespart werden. Strategische Investitionen, besonders in den USA, würde Cisco aber weiter tätigen.


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