Spieletest: 007 James Bond - Ein Quantum Trost

James Bond 007: Ein Quantum Trost
Abgesehen von Schießereien, wo es allein darum geht, wer schneller abdrückt, gibt es auch ein paar interessanter gestaltete Kämpfe, die für Abwechslung sorgen. So muss Bond mehrfach unter Zeitdruck feindliche Scharfschützen mit seinem eigenen Scharfschützengewehr ausschalten. Oder er muss sich an Gegner heranschleichen und sie mit einem schallgedämpften Genickschuss eliminieren - was in Ein Quantum Trost sehr einfach gestaltet ist, weil KI-Kollegen in der Nähe diese Tricks so gut wie nicht bemerken. Relativ oft hat Bond gegen die feindlichen Massen nur eine Chance, indem er sich per Tastendruck hinter Mauern oder Vorsprüngen verschanzt und die Bösewichte mit der fast frei beweglichen Waffe über das Hindernis hinweg ins Visier nimmt. Das klingt zwar kompliziert, aber die Steuerung funktioniert hier ausgesprochen gut.
Die Levels sind linear angelegt, fast nie verfügt Bond über alternative Vorgehensweisen oder spielerischen Freiraum. Zwischendurch erzählen einige wenige Videos Teile der Handlung. Den größten Teil der Story bekommt der Spieler allerdings durch Sequenzen erzählt, in denen etwa die Stimme von "M" zu hören ist, dazu werden leicht multimedial aufbereitete Landkarten und Fahndungsfotos über den Bildschirm geschoben. Dabei kommen durchgehend die Synchronsprecher der Kinoversion zum Einsatz.

James Bond 007: Ein Quantum Trost
James Bond: Ein Quantum Trost ist für Windows-PC, Xbox 360, Playstation 3, Nintendo Wii, Playstation 2 und Nintendo DS erhältlich. Unsere Testversion lief auf PC, diese Fassung ist inhaltsgleich mit der für Xbox 360 und PS3. Die Preise für alle drei liegen bei rund 60 Euro - auch für die PC-Variante verlangt Activision also mehr, als andere aktuelle Titel kosten. Im Rechner muss mindestens ein Hauptprozessor mit 3 GHz stecken, unter Windows XP benötigt er außerdem 512 und unter Vista 768 MByte RAM. Die DVD ist kopiergeschützt und muss beim Spielen im Laufwerk eingelegt sein. Von der USK hat der Titel keine Jugendfreigabe erhalten.
Fazit:
Schicke Grafik, sehr viel Abwechslung und spannende Kämpfe: Das alles gibt es in Ein Quantum Trost. Aber viel mehr nicht. Figuren mit Charakter? Fehlanzeige. Selbst die Hauptfigur 007 ist völlig austauschbar. Eine spannende Handlung? Ebenfalls Mangelware. Die Story ist im Spiel müde und verwirrend erzählt. Atmosphäre? Nein. Die Levels sind ebenso leblos wie austauschbar, und typische Bond-Elemente wie schöne Frauen, witzige Waffen oder wenigstens schlagfertige Sprüche kommen so gut wie nicht vor. Als kurzer Actionsnack geht Ein Quantum Trost in Ordnung. Wer allerdings Bond oder ein richtig tolles Spiel erwartet hat, wird enttäuscht.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed
| Spieletest: 007 James Bond - Ein Quantum Trost |
- 1
- 2






die 3.0 ghz angabe ist für einen ONE-CORE. Also mit einem dual oder quad core hat du...
Ihr seid doch bescheuert! Liebesgrüsse aus Moskau, Valdimir
Machst du dir Sorgen um ihren Gemütsuzustand? ~g~
Kommt davon, wenn man keine Konjunkturen liest.