Jerry Yang flirtet mit Microsoft
"An diesem Tag kann ich nur sagen, dass das Beste, was Microsoft tun kann, ist, Yahoo zu kaufen. Ich halte das für keine schlechte Idee" , überraschte Yahoo-Chef Jerry Yang das Publikum der Web-2.0-Konferenz in San Francisco, berichtet US-Branchendienst CNet(öffnet im neuen Fenster) . Die Bedingung: Der Preis müsse stimmen. Zu einem angemessenen Preis, "wie auch immer der aussehen mag, sind wir bereit, das Unternehmen zu verkaufen" , sagte Yang.
Als Microsoft im Februar 2008 ein Kaufangebot für Yahoo vorlegte, hatte sich Yang gegen eine Übernahme des Unternehmens gewehrt. Grund war der Preis: Microsoft bot 44,6 Milliarden US-Dollar für Yahoo, Yang hingegen forderte deutlich mehr . Nach zähen Verhandlungen scheiterte das Geschäft schließlich.
Stattdessen gab Yahoo bekannt, mit Google, einem erklärten Gegner des Verkaufs an Microsoft, zusammenarbeiten zu wollen. Google wollte kontextbezogene Textanzeigen auf Yahoos Webseiten ausliefern. Da die beiden Unternehmen so jedoch den Onlinewerbemarkt in den USA dominiert hätten, rief die Zusammenarbeit schnell die US-Wettbewerbshüter auf den Plan. Als die Behörden sich auch mit Modifzierungen nicht zufriedengeben wollten, zog sich Google von der Zusammenarbeit zurück.
In Redmond indes dürfte man Yangs Worte interessiert zur Kenntnis nehmen, hatte Microsoft doch bekundet, auch weiterhin an einem Kauf von Yahoo interessiert zu sein.