Chinas Goldfarmer müssen Steuern zahlen
Das in China für Steuern zuständige Ministerium erhebt ab sofort eine Steuer in Höhe von 20 Prozent auf Einkünfte, die durch den Handel mit virtuellen Gütern zustande gekommen sind. Das berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) . Das Gesetz trifft unter anderem die sogenannten Goldfarmer, die in Spielen wie World of Warcraft oder Warhammer Online - trotz klarer Verbote in deren Endbenutzerverträgen - Ingame-Geld sammeln und verkaufen.
Bei der Internetcommunity in China sorgt die neue Regelung laut Wall Street Journal für Aufregung und hitzige Debatten. So sei der Bericht über die Steuer auf dem Internetportal Netease.com innerhalb eines Tages über 6.000-mal kommentiert worden (der angegebene Link(öffnet im neuen Fenster) funktioniert derzeit nicht). Besonders empört seien viele Chinesen darüber, dass Privatpersonen die neue Steuer bezahlen müssen, während Unternehmen davon ausgenommen sind. Allerdings dürften chinesische Firmen Gewinne aus dem Handel mit virtuellen Waren auch bislang schon regulär versteuert haben.