US-Sammelklage wegen defekter PowerBooks
Der bei bestimmten PowerBooks defekte zweite Speicherplatz sorgte dafür, dass nicht mehr als ein Speichermodul zum Einsatz kommen konnte. Erst beim späteren Aufrüsten fiel Kunden auf, dass das System etwa bei Vollbestückung mit 2 GByte (2 x 1 GByte) nicht mehr ordentlich arbeitete und den zusätzlichen Speicher auch nicht erkannte. Gerade seit Apples MacOS X Leopard stieg jedoch das Interesse an mehr Speicher.
Apple hatte aufgrund von Kundenbeschwerden bis 24. Juli 2008 ein Speichersteckplatz-Reparaturprogramm(öffnet im neuen Fenster) angeboten. Dieses berücksichtigte ungefähr zwischen Januar 2005 und April 2005 gefertigte 15-Zoll-PowerBook-G4-Modelle mit 1,5 und 1,67 GHz Prozessortaktung. In seiner am 30. Oktober 2008 in Kalifornien eingereichten Sammelklage wirft Gomelsky Apple vor, dass deutlich mehr PowerBook-Geräte betroffen sind, als Apple gewillt war mit seinem Reparaturprogramm abzudecken.
Den betroffenen Kunden böte Apple stattdessen nur kostenpflichtige Reparaturen an, die bis zu 500 US-Dollar betrügen. Gomelskys Klage zufolge sind zehntausende Kunden betroffen, deren defekte Notebooks keine der bei Apples Reparaturaktion berücksichtigten Seriennummern aufwiesen. Zudem habe sich Apple nicht sonderlich bemüht, Kunden mit passenden Seriennummern zu informieren. Das habe Kunden keine andere Möglichkeit gegeben, als den defekten Speichersteckplatz auf eigene Rechnung zu reparieren.
Giorgio Gomelsky versucht, Apple mit der Sammelklage(öffnet im neuen Fenster) dazu zu bringen, die Reparaturkosten von sich und anderen erstattet zu bekommen. Auf seine Briefe soll Apple mit Absagen und zuletzt mit Nichtbeachtung reagiert haben. Damit scheint Gomelsky, offenbar ein bekannter Musikproduzent aus New York(öffnet im neuen Fenster) , nicht alleine zu sein. Es gab Onlinepetitionen und viele tausend Beschwerden in Foren, als Reaktion auf die Klage auch in deutschsprachigen Kommentaren etwa bei MacNews.de(öffnet im neuen Fenster) .