Fujitsu kauft Fujitsu Siemens komplett
450 Millionen Euro für Siemens' Anteil am Joint Venture
Siemens hat wie erwartet den Ausstieg aus dem Gemeinschaftsunternehmen Fujitsu Siemens Computers (FSC) offiziell verkündet. Fujitsu wird die 50-prozentige Beteiligung von Siemens übernehmen. Der Kaufpreis liegt bei rund 450 Millionen Euro.
Das Gemeinschaftsunternehmen Fujitsu Siemens Computers (FSC) hört auf zu existieren. Siemens hat am 4. November 2008 in München offiziell den Ausstieg verkündet. Über den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen der Joint-Venture-Partner hatte Golem.de bereits am 2. November berichtet. Der Abschluss der Transaktion sei nun für den 1. April 2009 geplant. FSC-Chef Bernd Bischoff sei "aus persönlichen Gründen zurückgetreten". Kai Flore, derzeit Finanzchef bei dem Unternehmen, tritt seine Nachfolge an.
Damit verabschiedet sich Siemens von einer weiteren Aktivität aus dem ITK-Bereich. "Wir werden uns weiterhin auf die strategische Entwicklung der Sektoren Industry, Energy und Healthcare konzentrieren. Wir freuen uns, dass unser Joint-Venture-Partner Fujitsu unsere Beteiligung an Fujitsu Siemens Computers übernimmt", sagte Joe Kaeser, Finanzvorstand von Siemens.
FSC war aus Rücksicht auf den Joint-Venture-Partner Fujitsu nicht in Asien aktiv. "Die vollständige Integration von Fujitsu Siemens Computers in den Fujitsu-Konzern" stehe im Einklang mit der globalen Expansionsstrategie Fujitsus, kommentiert Konzernchef Kuniaki Nozoe.
Dieter Scheitor, Leiter des Siemens-Teams der IG Metall und Mitglied des Aufsichtsrats der Siemens AG, betonte, das Augsburger FSC-Werk mit rund 2.000 Mitarbeitern und das Servicezentrum in Sömmerda mit etwa 500 Beschäftigten müssten erhalten bleiben.
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