Spieletest: Motorstorm Pacific Rift - Chaosrennen auf Insel

Motorstorm Pacific Rift
Auf den Pisten führen mehrere Wege um die Rundkurse. Durch regelmäßige Abzweigungen können Motorräder über verschlungene, enge Pässe durch die Berge heizen, während sich schwere PS-Monster wie der Lkw weiter unten durch Schlamm und Wasser wühlen. Immer wieder kreuzen sich jedoch die optimalen Routen der Fahrzeuge und so kommt das Fahrerfeld wieder zusammen. Neben einem Monster Truck überlebt der Quadraser nur wenige Meter. Ein leichter Stoß ans Chassis des leichten Quads genügt, um dessen Fahrer wie einen Crashtest-Dummy über die Insel fliegen zu lassen. Die Balance der Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Fahrzeuge ist ausgereift, durchdacht und erinnert entfernt an Mario Kart, wo der kleine, flinke Toad vom dicken Bowser plattgefahren werden kann.

Motorstorm Pacific Rift
Im Solomodus von Pacific Rift muss der Spieler die fahrbaren Untersätze samt unterschiedlicher Lackierungen nach und nach freispielen. Das dauert etwa zwölf Stunden und unterhält auf hohem Niveau. Bestimmte Rennen haben Zeitlimits oder Checkpoints, oder der Spieler tritt in Eliminierungsrennen an, in denen alle 15 Sekunden der Letzte rausfliegt. Das Spiel bietet zusätzlich einen umfangreichen Online-Mehrspieler-Modus, in dem bis zu 12 Spieler gegeneinander antreten. Die Entwickler haben auch an einen Vier-Spieler-Modus an einer Konsole gedacht. Obwohl die grafischen Details im Splitscreen heruntergeschraubt werden, ist Motorstorm Pacific Rift zu viert an einer Konsole ein großer Spaß - solange jeder die Strecken kennt.

Motorstorm Pacific Rift
Technisch ist auch das zweite Motorstorm ein optischer Leckerbissen. Das Spiel läuft flüssig und glänzt mit vielen Details auf und neben der Strecke. Lava versprüht glühend heiße Funken, in Wasserfällen verwöhnt für einen Bruchteil einer Sekunde ein Regenbogen das Auge und die Weitsicht beim Sprung von einer Klippe bietet dem Spieler einen wunderschönen Ausblick. Donnert ein Fahrzeug gegen eine Felswand, spürt der Spieler geradezu den Aufprall. Die 16 Strecken können den ganzen Tag über befahren werden und der unterschiedliche Stand der Sonne taucht die Strecken immer wieder in ein interessantes neues Licht. Technische Schwächen sind das sichtbare Aufpoppen von Details in sehr dichtem Dschungel, die ein oder andere verwaschene Bodentextur oder der horizontale Splitscreenmodus für zwei Spieler, der nur im 4:3-Format zugänglich ist.

Motorstorm Pacific Rift
Motorstorm Pacific Rift ist exklusiv für die Playstation 3 erschienen und kostet 60 Euro. Für die Zukunft sind regelmäßige, zahlungspflichtige sowie kostenfreie Updates vom Entwickler angekündigt. Das Rennspiel läuft maximal in einer Auflösung von 720p und unterstützt eigene Soundtracks. Die USK hat das Programm ab 12 Jahren freigegeben.
Fazit:
Motorstorm Pacific Rift ist ein grandioser Nachfolger! Die spektakulären Rennen des Vorgängers wurden im Detail verbessert und in eine würdige Kulisse gesetzt. Die abwechslungsreichen Strecken bieten strategische Tiefe und grafische Leckerbissen. Sein volles Potenzial spielt Pacific Rift vor allem mit ein paar Freunden aus - das gilt online sowie lokal an einer Konsole. Bis auf wenige technische Ungereimtheiten sowie fehlende Replays stimmt bei Pacific Rift das Gesamtpaket. Der arcadige Rennspaß kommt nahezu an den eines Mario Kart heran, bleibt jedoch weniger zugänglich.
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Grossartiges Spiel! :D
Naja, meine Box skaliert mir Spiele, die eigentlich nur 720p machen dafür immer auf...
Amadeus! Äh... Jehova!
Oder wird dem Redakteuer in der Innenansicht nur schwindelig? ;) Im Ernst, man hätte...