Test: Intels Core i7 "Nehalem" im Turbo-Modus

Neue Sockel, neue Chipsätze

Auf den letzten Ausgaben des "Intel Developer Forum" wurde in den für Entwickler gedachten Vorträgen klar, dass es sich bei Nehalem nicht um eine vollständig neue Architektur handelt. Vielmehr findet mit diesem Design die gründlichste Umstrukturierung der Prozessor-Infrastruktur bei Intel seit dem Pentium im Jahr 1993 statt. Der Frontside-Bus (FSB) hat endlich ausgedient, und wie bei AMD mit dem Athlon64 im Jahr 2003 sitzt nun auch bei Intel-Prozessoren der Speichercontroller auf dem Die der CPU.

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War der FSB neben der Anbindung des Hauptspeichers bisher auch für die anderen Busse des Systems wie PCI-Express zuständig, so dient dafür nun "Quick Path Interconnect" (QPI). Dabei handelt es sich um ein serielles Interface, das je nach Taktung bis zu 6,4 Gigatransfers pro Sekunde befördern kann, was netto rund 12 GByte/s entspricht. Die Verwandtschaft zum HyperTransport von AMD ist nicht zu übersehen.

Speichercontroller und QPI standen bei Intel im Mittelpunkt der Nehalem-Entwicklung, so dass man diese Elemente in den Blockdiagrammen "Uncore" genannt hat - was "Core" heißt, ist im Wesentlichen das Design von Core- und Penryn-Prozessoren. Dabei wurde der L2-Cache jedoch auf 256 KByte je Kern beschnitten, und dafür ein 8 MByte großer L3-Cache angeflanscht. Wie schon den "Smart Cache" von Core und Penryn, so können sich die Kerne den L3-Cache flexibel teilen.

Sockel LGA 1366
Sockel LGA 1366
Die neuen Schnittstellen und der Speichercontroller bedingen auch neue Sockel. Die Core-i7-Prozessoren passen nur noch in den "LGA 1366", die Ziffer gibt die Zahl der Kontakte an. Die gegenüber dem 2004 eingeführten LGA 775 fast verdoppelten Anschlüsse sind durch die drei Speicherkanäle für DDR3-Speicher bedingt. Neue Kühler sind auch Pflicht, da sich der Lochabstand im Mainboard für die Montageöffnungen auf 80 Millimeter erhöht hat.

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Der neue Boxed-Kühler
Der neue Boxed-Kühler
Die bei Intel "I/O Hub" genannte Northbridge mit QPI-Anschluss wurde unter dem Namen "Tylersburg" entwickelt. Vermarktet wird der neue Chipsatz, den die Southbridge ICH10 komplettiert, als X58. QPI dient hier aber nur für die Anbindung des I/O-Hub, für die Southbridge reicht Intels DMI-Bus noch aus.

DDR3-RAM mit geringer Spannung
DDR3-RAM mit geringer Spannung
Wie schnell QPI getaktet ist, bestimmt der Prozessor. Beim 965 sind es 3,2 GHz, bei den kleineren Core i7 2,4 GHz. Auch den Takt des Speichers und vor allem dessen Spannung gibt Intel vor: Mehr als 1,65 Volt dürfen es nicht sein. Erste Speicherhersteller wie OCZ und Kingston haben bereits "Triple-Channel-Kits" für Core i7-Boards angekündigt, die bis zu effektiv 2 GHz erreichen sollen. Bisher waren für solche Frequenzen meist deutlich höhere Spannungen nötig.

Asus P6T: SLI mit Intel-Chipsatz
Asus P6T: SLI mit Intel-Chipsatz
Mit dem X58 stehen auch zweimal 16 Lanes für PCIe-Grafikkarten zur Verfügung. Neben Marketingüberlegungen war auch das ein Grund für Nvidia, SLI für Intel-Mainboards ohne Zusatzchips wie noch bei der Skulltrail-Plattform zu öffnen. Wir konnten das auf dem X58-Board P6T Deluxe von Asus kurz testen. Zwei GeForce-9800-GTX-Karten ließen sich problemlos koppeln, Benchmarks mit schnelleren Modellen folgen in einem späteren Test.

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Ext 01. Jul 2009

Wine vs Windows nativ. Bei den meisten CPU-lastigen, für Windows kompilierten Benchmarks...

acer 16. Nov 2008

Hm... mir ist "Note: Due to AMD AM2+ CPU limitation, DDR2 1066 is only supported by 1...

ich auch 06. Nov 2008

Wenn du ein Rechenzentrum hast wo die CPUs auch mal was zu tun haben ist der absolute...

ich auch 06. Nov 2008

ääääääh nein, das heißt GByte/s! Wieso solte man bei einer seriellen verbindung nur weil...



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