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Fraunhofer forscht an Leuchten aus organischem Plastik

OLEDs sollen Glühbirnen ersetzen. Die Fraunhofer-Gesellschaft eröffnet in Dresden ein Zentrum für OLED-Forschung, um großflächige organische Panels oder Folien als Leuchtkörper zu entwickeln. Damit die neuen Beleuchtungssysteme auf den Massenmarkt kommen können, müssen sie sich vor allem kostengünstig fertigen lassen.
/ Achim Sawall
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Die Fraunhofer-Gesellschaft eröffnet in Dresden ein Zentrum für OLED-Forschung, um großflächige organische Panels oder Folien als Leuchtkörper zu entwickeln. Damit sich die neuen Beleuchtungssysteme auf dem Massenmarkt durchsetzen können, müssen sie sich kostengünstig fertigen lassen.

Designer haben bereits erste OLED-Lampen geschaffen, die Fraunhofer-Gesellschaft soll nun helfen, energiesparende OLEDs auf den Massenmarkt zu bringen. "Die Industrie für organische Beleuchtung wird nur entstehen, wenn wir in Europa nicht nur entwickeln und das Design vorgeben, sondern auch hier herstellen" , so Karl Leo, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme IPMS. Im Zentrum stünde die Umsetzung der Forschung für organische Halbleiterbauelemente und organische Solarzellen in die Pilotfertigung, so Stanislaw Tillich (CDU), Ministerpräsident Sachsens, bei der Eröffnung. Insgesamt 25 Millionen Euro stecken Bundesregierung, der Freistaat Sachsen und die Europäische Union in das "Center for Organic Materials and Electronic Devices Dresden" (COMEDD).

Organisches Licht emittierende Dioden, kurz OLEDs, sind Bauelemente aus sehr dünnen organischen Schichten, die beim Anlegen einer Spannung Licht aussenden. Als Flächenstrahler liefern sie eine diffuse Helligkeit, die dem Tageslicht ähnelt. OLEDs lassen sich zudem auf beliebige Flächen aufbringen und brauchen nur wenig Strom. Kernstück des neuen Zentrums sind mehrere Vakuumbeschichtungsanlagen. Industriepartner sind Sunic System aus Südkorea, Aixtron aus Deutschland und die Dresdner Firma Von Ardenne Anlagentechnik.


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