IBM verliert Blade-Server-Chefentwickler an Apple und klagt
Mark Papermaster will trotz Wettbewerbsklausel sofort zu Apple
Einer von IBMs Top-Managern, der Server- und Prozessor-Experte Mark Papermaster, wechselt zu Apple. IBM befürchtet, dass Papermaster Geschäftsgeheimnisse verrät und klagt, da dieser nicht wie vertraglich vereinbart ein Sabbatjahr einlegt, sondern sofort beim Konkurrenten Apple anfängt.
Mark Papermaster arbeitete laut der bei AppleInsider veröffentlichten Klageschrift 26 Jahre lang für IBM und war seit 2006 einer der 300 wichtigsten Seniormanager im Unternehmen. Als solcher war er an strategischen Entscheidungen zur Zukunft des Unternehmens, seiner Produktentwicklung und seiner Marketingplanungen beteiligt - hatte also Zugriff zu vertraulichen Informationen. Papermaster hat viele Jahre an IBMs Power-Architektur gearbeitet und war zuletzt als Vizepräsident von IBMs Blade-Server-Entwicklungsgruppe tätig.
Dass Papermaster nun zu Apple wechselt, macht das IBM-Management nicht glücklich. Laut Klageschrift gab es verschiedene Angebote an Papermaster, der aber dennoch zu Apple wechseln wollte. Die Klage folgte erst, als klar wurde, dass Papermaster nicht das vertraglich geregelte einjährige Wettbewerbsverbot einhalten würde, sondern ab November 2008 - unmittelbar nach Beendigung seines Beschäftigungsverhältnisses - beim Konkurrenten Apple anfangen würde.
Laut IBM-Klageschrift wird Papermaster bei seinem neuen Posten in einer Führungsposition unmittelbar mit Apple-Chef Steve Jobs zusammen arbeiten und ihn in verschiedenen Themengebieten strategisch zu beraten. IBM sieht Apple dabei als Wettbewerber in den Bereichen Server, PCs und Mikrochips. Apples Xserver würden mit IBMs System x und BladeCenter-Serien konkurrieren. Obwohl IBM seine PC-Sparte an den chinesischen Hersteller Lenovo verkauft hat, sieht IBM aufgrund dieser Partnerschaft auch bei den Personal-Computern eine Konkurrenzsituation mit Apple. Zudem ist Apple mit der Übernahme von P.A. Semi auch unter die Chiphersteller gegangen.
Mit der Anstellung von Papermaster würde Apple nun beabsichtigen, seine Präsenz im Server-Geschäft auszuweiten sowie Mikroprozessoren für Server und Handhelds zu entwickeln. Papermaster könne gar nicht anders als nun zum eigenen Vorteil die Geschäftsgeheimnisse von IBM zum eigenen Vorteil bei Apple nutzen, befürchten IBMs Anwälte. Entsprechend würde Papermaster das vereinbarte Wettbewerbsverbot missachten und IBM irreparablen Schaden zufügen.
Nun bleibt abzuwarten, ob sich IBM und Apple außergerichtlich einigen können - oder ob Jobs und Papermaster noch ein Jahr warten müssen, bis sie zusammen finden.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed








... existierende Presseagentur, ein Telekomanbieter, das wirtschaftlich "überlebt" wovon...
wo ist da der bezug? Es geht an der Stelle gar nicht mehr um IBM/Apple, doner um das...
Und wie sollen Schwule bitte Inzest betreiben, vor allem in den USA?!
hmmm... stimmt... is ja wieder freitag :-D