USB-Stick für sicheres Onlinebanking

Das Gerät, das die Bezeichnung " Zone Trusted Information Channel(öffnet im neuen Fenster) " (ZTIC) trägt, wird wie ein Speicherstick an die USB-Schnittstelle des Computers angeschlossen und baut eine direkte Verbindung zum Server der Bank auf. Das soll sicheres Onlinebanking auch dann ermöglichen, wenn der Computer mit Malware infiziert oder die Verbindung zum Bankingserver gekapert sein sollte.
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| Video: IBM ZTIC (3:00) |
Die Idee der IBM-Entwickler war, alle sicherheitsrelevanten Anwendungen, wie die Eingabe eines PIN-Codes während des Einloggens, oder die Bestätigung einer Transaktion vom Computer des Nutzers, auf den ZTIC auszulagern. Der ZTIC fungiert als Proxy, der eine SSL-Session zum Bankingserver aufbaut. Dann startet der Nutzer den Browser und ruft die Homebankingseite auf. Die Daten werden vom Browser über die sichere Verbindung ausgetauscht. Da die SSL-Session mit einem Schlüssel geschützt wird, der auf dem Stick gespeichert ist, soll die Verbindung besser gegen Angriffe geschützt sein. "Angesichts einer immer professioneller operierenden Hackerszene wurde uns klar, dass Authentisierungsverfahren, die ausschließlich auf PC-Software basieren, potenziell gefährdet sind und es neue, innovative Ansätze braucht, um die Nase vorn zu haben. Das gab den Startschuss für die Entwicklung des ZTICs" , erklärt Peter Buhler, Manager Computer Science beim IBM-Forschungslabor in Zürich, wo der ZTIC entwickelt wurde.
ZTIC ist nach Angaben von IBM mit allen Betriebssystemen kompatibel und läuft mit entsprechender Konfiguration durch eine Bank auf dem heimischen Computer, ohne dass der Nutzer weitere Software installieren muss. IBM stellt interessierten Banken Prototypen für Pilotanwendungen zur Verfügung.