USB-Stick für sicheres Onlinebanking

Von IBM entwickelter Dongle schützt vor Malware und Man-in-the-Middle-Attacken

Der Hersteller IBM hat einen Dongle entwickelt, der sicheres Onlinebanking auch von einem Computer ermöglicht, der mit Malware oder Viren infiziert ist. Das Gerät erlaubt sicheres Einloggen auf dem Bankingserver sowie Überprüfung und Bestätigung einer Transaktion.

Artikel veröffentlicht am ,

Das Gerät, das die Bezeichnung "Zone Trusted Information Channel" (ZTIC) trägt, wird wie ein Speicherstick an die USB-Schnittstelle des Computers angeschlossen und baut eine direkte Verbindung zum Server der Bank auf. Das soll sicheres Onlinebanking auch dann ermöglichen, wenn der Computer mit Malware infiziert oder die Verbindung zum Bankingserver gekapert sein sollte.

 

Stellenmarkt
  1. IT-Administratorin/IT-Admini- strator (m/w/d)
    Max Rubner-Institut, Karlsruhe
  2. Bioinformatikerin / Bioinformatiker oder Biotechnologin / Biotechnologe - Mikrobiologie und ... (m/w/d)
    Universitätsklinikum Frankfurt, Frankfurt am Main
Detailsuche

Die Idee der IBM-Entwickler war, alle sicherheitsrelevanten Anwendungen, wie die Eingabe eines PIN-Codes während des Einloggens, oder die Bestätigung einer Transaktion vom Computer des Nutzers, auf den ZTIC auszulagern. Der ZTIC fungiert als Proxy, der eine SSL-Session zum Bankingserver aufbaut. Dann startet der Nutzer den Browser und ruft die Homebankingseite auf. Die Daten werden vom Browser über die sichere Verbindung ausgetauscht. Da die SSL-Session mit einem Schlüssel geschützt wird, der auf dem Stick gespeichert ist, soll die Verbindung besser gegen Angriffe geschützt sein. "Angesichts einer immer professioneller operierenden Hackerszene wurde uns klar, dass Authentisierungsverfahren, die ausschließlich auf PC-Software basieren, potenziell gefährdet sind und es neue, innovative Ansätze braucht, um die Nase vorn zu haben. Das gab den Startschuss für die Entwicklung des ZTICs", erklärt Peter Buhler, Manager Computer Science beim IBM-Forschungslabor in Zürich, wo der ZTIC entwickelt wurde.

ZTIC
ZTIC
ZTIC verfügt über einen eigenen Bildschirm und über zwei Tasten, über die der Nutzer eine Transaktion bestätigen oder ablehnen kann. Der Nutzer muss also eine Transaktion nicht mehr nur wie bisher im Browser, sondern auch zusätzlich an dem Stick bestätigen. Auf dem Display sieht er, welche Informationen übertragen werden, also welcher Betrag auf welches Konto überweisen werden soll. Sind die Angaben im Browser und auf dem ZTIC-Display nicht identisch, weil die Überweisung über eine Man-In-The-Middle-Attacke umgeleitet worden ist, kann der Nutzer die Transaktion abbrechen. "Aufgrund seiner geschützten Verbindung zum Bankserver, ist der ZTIC ein 'sicheres Fenster' zum Server", so Buhler.

ZTIC ist nach Angaben von IBM mit allen Betriebssystemen kompatibel und läuft mit entsprechender Konfiguration durch eine Bank auf dem heimischen Computer, ohne dass der Nutzer weitere Software installieren muss. IBM stellt interessierten Banken Prototypen für Pilotanwendungen zur Verfügung.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Teslas 10. Nov 2008

Und wenn man nicht T-Mobile Kunde ist?? Wie sollte der "Rosa Riese" an die Daten von E...

PaulPaul 02. Nov 2008

Ist schon etwas umständlich. Da ist es einfacher, Würmer, Keylogger, Backdoors und...

WorkWeber 30. Okt 2008

eine 100% sicherheit gibt es nicht. wer seinen stick klauen lässt und zugleich seine...

Prof. Dr. Z 30. Okt 2008

Kein Grund. Der Artikel ist angemessen recherchiert.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elektroauto
VW ID.2 X soll 400 km weit fahren

Volkswagen will angeblich den ID.2 X als kompaktes E-SUV positionieren und mit einer respektablen Reichweite ausstatten.

Elektroauto: VW ID.2 X soll 400 km weit fahren
Artikel
  1. Branchenversprechen: Boston Dynamics will Roboter nicht bewaffnen
    Branchenversprechen
    Boston Dynamics will Roboter nicht bewaffnen

    Mehrere Robotikunternehmen, darunter Boston Dynamics, wollen die Bewaffnung ihrer Produkte nicht unterstützen.

  2. Logistik: Volvo liefert Elektrolastwagen an Amazon Deutschland
    Logistik
    Volvo liefert Elektrolastwagen an Amazon Deutschland

    Amazon hat 20 Elektro-Lkw bei Volvo bestellt und will so klimafreundlicher werden. Dazu kommen Tausende kleinere Laster mit Elektroantrieb.

  3. Lochstreifenleser selbst gebaut: Lochstreifen für das 21. Jahrhundert
    Lochstreifenleser selbst gebaut
    Lochstreifen für das 21. Jahrhundert

    Früher wurden Daten auf Lochstreifen gespeichert - lesen kann man sie heute nicht mehr so leicht. Es sei denn, man verwendet Jürgen Müllers Lesegerät auf Arduino-Basis.
    Von Tobias Költzsch

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Alternate (Keychron Gaming-Tastatur 69,99€) • PS5 bestellbar • MindStar (Gigabyte RTX 3090 Ti 1.099€) • Günstig wie nie: MSI Curved 27" WQHD 165Hz 289€, Philips LED TV 55" Ambilight 549€, Inno3D RTX 3090 Ti 1.199€ • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /