Nur noch digital: US-Tageszeitung stellt Printausgabe ein

Christian Science Monitor erscheint ab April 2009 nur noch online

Der Christian Science Monitor wird im kommenden Jahr seine gedruckte Ausgabe einstellen. Ab April 2009 wird die renommierte Bostoner Tageszeitung nur noch im Internet erscheinen. Grund für die Umstellung sind Kosteneinsparungen.

Artikel veröffentlicht am ,

100 Jahre nach der Gründung steht dem Christian Science Monitor, einer renommierten, in Boston erscheinenden Tageszeitung, ein tiefgreifender Wandel bevor. Ab April 2009 wird das Blatt seine Printausgabe einstellen und nur noch im Internet erscheinen, berichtet die New York Times. Zusätzlich will die Zeitung ein gedrucktes Wochenendmagazin herausbringen.

Stellenmarkt
  1. Softwareentwicklerin / Softwareentwickler (m/w/d) mit Schwerpunkt Datenkonnektivität - Goethe ... (m/w/d)
    Universitätsklinikum Frankfurt, Frankfurt am Main
  2. Standortleiter (m/w/d) für Standortaufbau, Projektmanagement und Betrieb
    European Bank for Financial Services GmbH, Augsburg
Detailsuche

Als Grund für die Maßnahme nennt Chefredakteur John Yemma Kosteneinsparungen. Die Umstellung auf eine digitale Erscheinungsweise erlaube es der Zeitung, die meist kurz Monitor genannt wird, acht seiner Auslandsbüros zu erhalten. Auslandsberichterstattung gilt als eine der starken Seiten des Monitor. Das ist ein ungewöhnlicher Schritt: Normalerweise werden Kosten eingespart, indem das Personal reduziert wird.

Derzeit erscheint die Zeitung mit fünf gedruckten Ausgaben pro Woche. Gegründet wurde der Monitor 1908 von Mary Baker Eddy, die auch die Religionsgemeinschaft Christian Science ins Leben gerufen hat. Anders als andere Medienprodukte ist der Monitor nicht auf Gewinn ausgerichtet. Er wird von Christian Science finanziert, ist jedoch weltanschaulich unabhängig. Das geht so weit, dass die Zeitung grundsätzlich nicht über Christian Science berichtet. Derzeit hat der Monitor noch eine Auflage von 52.000 Exemplaren. Das ist weniger als ein Viertel der Auflage von 1970.

Der Monitor ist die erste überregionale Zeitung in den USA, die diesen Schritt wagt. Bislang haben nur einige kleinere Zeitungen ihre Printausgaben teilweise oder ganz aufgegeben und sind ins Internet abgewandert. Yemma ist jedoch überzeugt, dass diese Veränderung unausweichlich ist: "Wir haben den Luxus, die Gelegenheit, einen Schritt zu machen, den die meisten Zeitungen in den nächsten fünf Jahren machen müssen."

Golem Akademie
  1. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    7.–8. Februar 2022, Virtuell
  2. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    9.–10. Februar 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Ob er Recht behalten wird, ist fraglich. Durch sein besonderes Finanzierungsmodell hat der Monitor eine Sonderstellung. Nur ein kleiner Teil der Kosten wird über die Einnahmen durch das Printprodukt in Form von Werbung und Abonnements gedeckt. Für die meisten anderen Zeitungen hält Ken Doctor, Analyst beim auf den Medienmarkt spezialisierten Marktforschungsunternehmen Outsell, den Schritt des Monitor deshalb für keine Alternative. Über 90 Prozent der Einnahmen der Zeitungen kommen über der gedruckten Ausgabe. Gäben die Zeitungen diese auf, verlören sie praktisch ihre gesamten Einnahmen, sagte Doctor der New York Times. Einsparungen etwa beim Druck und der Auslieferung machten diese Verluste jedoch nicht wett.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


rabbelrauser 17. Mär 2009

Ich hab schon immer gesagt daß wir zu viele Leute auf dem Planeten haben. Jetzt erstmal...

Jorek 29. Okt 2008

hast du Recht. Mal eine Abwechslung zu bekanntermaßen tendenziösen Medien wie Spiegel...

DaM 29. Okt 2008

http://www.youtube.com/watch?v=hZEhtVoI16g Sowas wurde doch vorhergesagt... Meinetwegen...

:-) 29. Okt 2008

Ach flöge doch ein Vögelein zu mir brächt mir soviel Geld wie ich nur bräucht trüge...

TobY 29. Okt 2008

Berichtet die Monitor, dass New York Times nur noch in der Onlineausgabe erscheint...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Klage
Paypal friert Konten ein und behält Geld nach 180 Tagen

In einer Sammelklage wird Paypal vorgeworfen, Konten ohne Nennung von Gründen einzufrieren und das Geld nach 180 Tagen zu behalten.

Klage: Paypal friert Konten ein und behält Geld nach 180 Tagen
Artikel
  1. Krypto-Verbot: Panikverkäufe von Krypto-Mininggerät im Kosovo
    Krypto-Verbot
    Panikverkäufe von Krypto-Mininggerät im Kosovo

    Schürfen von Kryptowährungen ist im Kosovo seit kurzem verboten. Mineure versuchen, ihr Equipment oft zu Schleuderpreisen loszuwerden.

  2. Malware: Microsoft warnt vor ungewöhnlicher Schadsoftware in Ukraine
    Malware
    Microsoft warnt vor ungewöhnlicher Schadsoftware in Ukraine

    Die Schadsoftware soll sich als Ransomware tarnen.

  3. Großunternehmen: Lindner will Mindeststeuer zum 1. Januar 2023 umsetzen
    Großunternehmen
    Lindner will Mindeststeuer zum 1. Januar 2023 umsetzen

    Bundesfinanzminister Christian Lindner will die Mindeststeuer für Großunternehmen in Deutschland schnell einführen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (u.a. WD Blue 3D 1TB 79€, be quiet! Straight Power 11 850W 119€ u. PowerColor RX 6600 Hellhound 529€) • Alternate: Weekend-Deals • HyperX Cloud II Wireless 107,19€ • Cooler Master MH752 54,90€ • Gainward RTX 3080 12GB 1.599€ • Saturn-Hits • 3 für 2: Marvel & Star Wars [Werbung]
    •  /