Abo
  • Services:

Umweltschützer greifen Regierung wegen Handystrahlung an

BUND fordert Übergang zu mobilen optischen Übertragungstechniken

BUND-Chef Hubert Weiger hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) wegen seiner Behauptung kritisiert, Mobilfunkstrahlung schade erwachsenen Handynutzern nicht. Weiger fordert mobile optische Übertragungstechniken als gesundheitsverträglichere Alternative und deutlich schärfere Grenzwerte.

Artikel veröffentlicht am ,

Der Chef des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert eine Kehrtwende zum Schutz der Menschen vor künstlich erzeugten elektromagnetischen Feldern. "Es ist unverständlich, warum Bundesumweltminister Sigmar Gabriel erst kürzlich noch Entwarnung gab, die Strahlung des Mobilfunks schade zumindest erwachsenen Handynutzern nicht", so Weiger. "Das EU-Parlament hält die Grenzwerte für nicht ausreichend. Zudem weiß man noch viel zu wenig über die Langzeitwirkungen von Funkstrahlung."

Stellenmarkt
  1. Soziale Dienste Psychiatrie gGmbH, Vaterstetten
  2. BOS GmbH & Co. KG, Ostfildern

Bei der Vorstellung der Ergebnisse des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (DMF) am 17. Juni 2008 hatte Gabriel erklärt, die derzeit gültigen Grenzwerte schützten nach wissenschaftlichem Kenntnisstand vor gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Mobilfunks. Das Forschungsprogramm habe "bestehende Befürchtungen zu möglichen Gesundheitsgefahren des Mobilfunks, die es in Teilen der Bevölkerung gibt, nicht bestätigt", so der Minister

Das EU-Parlament stellte aber schon wenige Wochen später fest, dass die Grenzwerte für die Exposition der Bevölkerung gegenüber elektromagnetischen Feldern (0 Hz bis 300 GHz) nicht mehr aktuell seien, da sie seit 1999 nicht mehr angepasst wurden. Die Grenzwerte gewährleisteten den Schutz Schwangerer und Neugeborener nicht. Belgien, Italien oder Österreich hätten bereits strengere Emissionsnormen festgelegt.

Beim Menschen nachgewiesene gesundheitliche Schäden durch die Auswirkungen der elektromagnetischen Felder seien Schlafstörungen und Erschöpfungszustände, so der BUND. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten Störungen des vegetativen Nervensystems sowie eine erhöhte Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke, wodurch Umweltschadstoffe direkt ins Gehirn gelangen könnten. Zudem bestehe der Verdacht auf Förderung sowie Auslösung von Hirntumoren. Insekten und Tiere wie Bienen, Brieftauben oder Fledermäuse verlören durch künstliche elektromagnetische Felder zum Teil die Orientierung. Vor allem in bewohnten Gebieten lägen die künstlichen Felder oftmals mehr als zehntausend- bis millionenfach höher als die natürliche Strahlung und damit im Bereich von biologisch nachweisbaren Wirkungen.

Nötig sei deshalb die Verschärfung der aktuellen Grenzwerte für elektromagnetische Strahlung um das Zehnmillionenfache auf 1 Mikrowatt pro Quadratmeter. Sendeanlagen sollten nur an Orten gebaut werden, wo eine minimale Belastung der Anwohner entsteht, nicht aber an Standorten mit möglichst geringen Mietkosten. Sich überlagernde Funknetze sollten zurückgebaut und netzgebundene Techniken erweitert werden. Der Übergang zu mobilen optischen Übertragungstechniken biete sich als eine gesundheitsverträglichere Alternative an, so Bernd Müller, der BUND-Mobilfunkexperte.

Rund 260.000 Mobilfunk-Sendeanlagen, 2 Millionen kleinere Sendeanlagen, 50 Millionen häusliche Sendeanlagen wie WLAN, schnurlose Telefone und Anlagen zur Daten- und Videoübertragung sowie rund 100 Millionen Mobiltelefone gebe es derzeit in Deutschland. Viele Geräte würden die Grenzwerte der Verordnung über elektromagnetische Felder überschreiten.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 39,95€
  2. 32,25€ (5% Extra-Rabatt mit Gutschein GRCCIVGS (Uplay-Aktivierung))

Eva 01. Nov 2009

Der BUND verfügte über keine eigene fachliche Kompetenz zum Mobilfunk. Wie im...

kikimi 31. Okt 2008

Wieder dieses: Man-hat-sich-mal-geirrt-also-irren-wir-uns-fast-immer-Paradox. Beispiel...

sarek 30. Okt 2008

Ich glaube es solange nicht, bis mir entsprechende Beweise geliefert werden.

blablub 30. Okt 2008

hast du überhaupt schon mal eine studie des B.U.N.D. gelesen? oder beruht deine...

titrat 30. Okt 2008

"Schutz der Menschen vor künstlich erzeugten elektromagnetischen Feldern" wird gefordert...


Folgen Sie uns
       


MTG Arena Ravnica Allegiance - Livestream 2

Im zweiten Teil unseres Livestreams basteln wir ein eigenes neues Deck (dreifarbig!) und ziehen damit in den Kampf.

MTG Arena Ravnica Allegiance - Livestream 2 Video aufrufen
Honor View 20 im Test: Schluss mit der Wiederverwertung
Honor View 20 im Test
Schluss mit der Wiederverwertung

Mit dem View 20 weicht Huawei mit seiner Tochterfirma Honor vom bisherigen Konzept ab, altgediente Komponenten einfach neu zu verpacken: Das Smartphone hat nicht nur erstmals eine Frontkamera im Display, sondern auch eine hervorragende neue Hauptkamera, wie unser Test zeigt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huawei Honor View 20 mit 48-Megapixel-Kamera kostet ab 570 Euro
  2. Huawei Honor 10 Lite mit kleiner Notch kostet 250 Euro
  3. Huawei Honor View 20 hat die Frontkamera im Display

Honor Magic 2 im Test: Die Smartphone-Revolution ist aufgeschoben
Honor Magic 2 im Test
Die Smartphone-Revolution ist aufgeschoben

Ein Smartphone, dessen vordere Seite vollständig vom Display ausgefüllt wird: Diesem Ideal kommt Honor mit dem Magic 2 schon ziemlich nahe. Nicht mit Magie, sondern mit Hilfe eines Slider-Mechanismus. Honor verschenkt beim Magic 2 aber viel Potenzial, wie der Test zeigt.
Ein Test von Tobias Czullay

  1. Honor Neues Magic 2 mit Slider und ohne Notch vorgestellt
  2. Huawei Neues Honor 8X kostet 250 Euro
  3. Honor 10 vs. Oneplus 6 Oberklasse ab 400 Euro

WD Black SN750 ausprobiert: Direkt hinter Samsungs SSDs
WD Black SN750 ausprobiert
Direkt hinter Samsungs SSDs

Mit den WD Black SN750 liefert Western Digital technisch wie preislich attraktive NVMe-SSDs. Es sind die kleinen Details, welche die SN750 zwar sehr gut, aber eben nicht besser als die Samsung-Konkurrenz machen.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. WD Black SN750 Leicht optimierte NVMe-SSD mit 2 TByte
  2. Ultrastar DC ME200 Western Digital baut PCIe-Arbeitsspeicher mit 4 TByte
  3. Western Digital My-Cloud-Lücke soll nach 1,5 Jahren geschlossen werden

    •  /