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Canon beklagt sinkende Nachfrage für Kameras und Kopierer

Erster Gewinnrückgang nach neun Wachstumsjahren. Canon, der weltgrößte Digitalkamerahersteller, leidet unter der Finanzkrise und der starken japanischen Landeswährung Yen. Das Unternehmen verbuchte im dritten Quartal einen Gewinnrückgang und senkte die Prognosen massiv.
/ Achim Sawall
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Der japanische Hersteller von Kameras, Fotokopierern, Scannern und Druckern büßte beim Gewinn 21 Prozent ein und verbuchte 83,04 Milliarden Yen (703 Millionen Euro). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der Gewinn bei 105,30 Milliarden Yen (892 Millionen Euro). Der Umsatz sank um 6,2 Prozent auf 986 Milliarden Yen (8,34 Milliarden Euro).

Die Nachfrage nach Digitalkameras und Kopiergeräten sei schwächer geworden, teilte Firmenchef Fujio Mitarai (73) in Tokio mit. Für das gesamte laufende Geschäftsjahr erwartet Canon einen Gewinnrückgang um 23 Prozent auf 375 Milliarden Yen. Der Umsatz werde um 5,2 Prozent auf 4,25 Billionen Yen nachgeben.

Der Yen war im Jahr 2008 gegenüber dem Euro um 43 Prozent angestiegen, gegenüber dem Dollar legte der Yen um 20 Prozent zu. Über 80 Prozent des Umsatzes erzielt das Unternehmen im Ausland. "Wenn der Yen weiter steigt, werden unsere Ergebnisse stärker darunter leiden als prognostiziert" , sagte Finanzchef Masahiro Osawa. Die Investitionen sollen im laufenden Jahr von 430 auf 410 Milliarden Yen gekappt werden. Für Canon ist dies der erste Gewinnrückgang nach neun Wachstumsjahren.


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