E-Plus: "Schnelle Datenverbindungen werden kaum benötigt"
"Die meisten Mobilfunknutzer benötigen gar keine schnelle Datenverbindung" , sagte E-Plus-Chef Thorsten Dirks der Welt(öffnet im neuen Fenster) . Erst im kommenden Jahr will der Betreiber in einzelnen Regionen mit HSDPA starten. Den Anfang sollen mittelgroße Universitätsstädte machen. Mobiles Breitband könne DSL zudem nicht ersetzen. Auch sei im Grunde noch immer kein funktionierendes Geschäftsmodell für das mobile Internet gefunden, beklagte er.
Um auch ländliche Regionen mit schnellen Internetanschlüssen zu versorgen, sprach sich Dirks für den gemeinsamen Aufbau eines drahtlosen Breitbandnetzes aus. "Sinnvoll ist nur ein gemeinsames Netz" , sagte er. Sonst rechne sich das für niemanden. Das Netz müsse nach dem Aufbau diskriminierungsfrei allen zur Verfügung gestellt werden.
Durch die Umstellung der Übertragung von Rundfunksendern auf digitale Signale werden Frequenzen frei, was in der Branche auch als "digitale Dividende" bezeichnet wird. Diese Frequenzen eignen sich für schnelle Datenverbindungen. Doch mit einem Betrieb sei hier vor 2012 kaum zu rechnen, sagte Dirks. Zudem wollten die Rundfunkanstalten die Spektren gar nicht abgeben. Durch die Beteiligung der Bundesländer bei dem Entscheidungsprozess müssten die Landesmedienanstalten jetzt die nächsten Schritte tun.
- Anzeige Hier geht es zur AVM Fritzbox 7590 AX bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.