Intel schimpft über iPhone-Prozessor - und entschuldigt sich
Einem Bericht von ZDnet Australia(öffnet im neuen Fenster) zufolge hatte Intel-Direktor Pankaj Kedia auf dem in dieser Woche abgeschlossenen IDF Taiwan gesagt: "Die Schwächen des iPhone liegen nicht an Apple. Sie liegen an ARM." In beiden Versionen des iPhone arbeitet eine RISC-CPU des britischen Design-Hauses ARM, das sich auf nur wenige Milliwatt verbrauchende Mobil-Prozessoren spezialisiert hat.
In diesen Markt will Intel langfristig mit seinen Atom-Designs einsteigen , die aber noch eine mehrfach höhere Leistungsaufnahme haben - das soll sich erst 2010 ändern . Auch Intel-Vize Shane Wall äußerte sich in einer Fragerunde nach einer Keynote-Ansprache in Taipei zum iPhone: "Wann immer eine Anwendung etwas Rechenleistung benötigt, kommt das iPhone ins Schwitzen." .
Die beiden Intel-Manager wurden nach der Veranstaltung von ihrem Vorgesetzten Anand Chandrasekher, Intel-Vize und Chef der Ultramobility-Group, zurückgepfiffen. In einer Stellungnahme auf Intels Webseite(öffnet im neuen Fenster) erklärte er, dass Intels Atom im Formfaktor eines Handys noch nicht annähernd an die Akkulaufzeiten von ARM-Produkten herankomme. Außerdem sei "das iPhone ein extrem innovatives Produkt, das viele neue und spannende Marktchancen eröffnet" .
Die Aussagen auf dem IDF Taiwan seien "unangemessen gewesen, und Intel-Mitarbeiter hätten Designs von Endgeräte-Herstellern nicht kommentieren sollen" sagte Chandrasekher weiter.