DS rauf, PC runter: Plattform-Bedeutung bei Ubisoft
"Wir beobachten sehr sorgfältig und regelmäßig die Veränderungen der wirtschaftlichen Gegebenheiten, und beziehen sie in unsere Voraussagen und Ziele ein," sagte Ubisoft-Boss Yves Guillemot . "Wir sind sicher, dass die Spieleindustrie fähig ist, ihr dynamisches Wachstum in 2008 und 2009 fortzusetzen, weil die Anzahl der installierten Konsolen steigt und der Zustrom neuer Kunden anhält" . Ubisoft selbst hat in der ersten Geschäftsjahreshälfte, die am 30. September abgelaufen ist, den Umsatz von 261 Millionen Euro um 31,5 Prozent auf 344 Millionen Euro gesteigert; der letzte Quartalsumsatz stieg auf 175 Millionen Euro - ein Plus von 37,3 Prozent im Vergleich zu den 127 Millionen Euro des gleichen Vorjahreszeitraumes.
Die Bedeutung der jeweiligen Spiele-Plattformen hat sich bei Ubisoft im letzten Geschäftsquartal deutlich gegenüber dem Vorjahreszeitraum verändert. So trug der Nintendo DS 39 Prozent zum Umsatz bei - im Vorjahr waren es 23 Prozent. Der PC wiederum sorgte damals noch für 18 Prozent der Umsätze, aktuell waren es nur noch 6 Prozent. Playstation 3 und Xbox 360 liegen jetzt mit jeweils 20 Prozent gleichauf - die Xbox 360 hat allerdings stärker zugelegt, sie trug im Vorjahreszeitraum 14 Prozent bei, die PS3 18 Prozent.
Für das dritte, derzeit laufende Quartal erwartet Guillemot eine Umsatzsteigerung auf rund 500 Millionen Euro - 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Angesichts des brummenden Geschäfts hat sich Ubisoft entschlossen, das ursprünglich für März 2009 angekündigte Anno 1404 zu verschieben. Es soll nun, neben einem noch nicht angekündigten weiteren Titel, erst im nächsten Geschäftsjahr veröffentlich werden - das wäre dann irgendwann ab Ende März 2009.