US-Militär will durch Wände schauen

US-Regierung gibt Entwicklung eines Aufklärungssystems für Gebäude in Auftrag

Um US-Soldaten im Einsatz in Städten besser zu schützen, lässt die DARPA Techniken zum Ausspionieren von Gebäuden entwickeln. Sensoren sollen Informationen über die räumliche Aufteilung sowie über Infrastrukturen wie Stromleitungen oder Belüftungssysteme liefern. Die Informationen sollen dazu dienen, Einsätze in Gebäuden vorzubereiten und zu überwachen.

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Menschen und Fahrzeuge aus der Luft verfolgen können US-Geheimdienste heute schon. Wände bieten bisher noch Schutz vor den Augen von Verfolgern. Das will die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA), die Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums, ändern: Sie hat die Entwicklung von Technologien in Auftrag gegeben, um das Innere von Gebäuden auszuspionieren.

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In Zeiten, da sich Militäreinsätze zunehmend in Städte verlagerten, nutzten Gegner auch zivilen Gebäude als Versteck und als Operationsbasis, beschreibt die DARPA die Ausgangssituation. "Um das taktische Risikio der US-Truppen zu verringern, müssen wir technische Mittel entwickeln, die es ermöglichen, dass sich US-Truppen sicher im Inneren von Gebäuden bewegen können." Die DARPA will deshalb im Rahmen des Projekts "Harnessing Infrastructure for Building Reconnaissance" (HIBR) eine Reihe verschiedener Technologien in Auftrag gegeben, die es ermöglichen, sich von außen über die Gegebenheiten in Gebäuden zu informieren.

Als Zielobjekt stellt sich die DARPA laut der 34-seitigen Projektausschreibung ein "Gebäude mit bis zu 10 Stockwerken und zwei Kellergeschossen in einem dicht besiedelten Gebiet, mit 20 Zentimeter dicken Wände aus Beton, Stahlbeton, Ziegelsteinen oder ungebrannten Lehmziegeln" vor. Die Informationen aus seinem Inneren sollen Sensoren liefern, die auf Fahrzeugen oder mit kleinen Flugobjekten durch Versorgungsöffnungen hinein gelangen, ohne dass sich eigene Truppen dem Gebäude auf weniger als 10 Meter nähern müssen. Als Zeitrahmen für die Aufklärung des Gebäudes sind drei Tage vorgesehen. Systeme, die mit Radar durch Wände schauen, schließt die DARPA jedoch aus - diese werden bereits im Rahmen des Programmes Visibuilding entwickelt.

Das Aufklärungssystem soll in erster Linie Pläne über die Aufteilung der Stockwerke und Treppenaufgänge sowie über Infrastrukturen wie Belüftungssysteme, Strom- und Rohrleitungen liefern. Davon, dass die Sensoren auch Menschen im Gebäude orten soll, sagt die DARPA nichts. Allerdings soll die Überwachungstechnik nicht nur Informationen für die Vorbereitung eines Einsatzes zur Verfügung stellen, sondern auch "während der Durchführung einer Mission ständig Aktualisierungen" liefern. Da sich ein Gebäude nicht einfach von einem Augenblick auf den nächsten verändert, kann das ein Hinweis sein, dass die Technik nicht nur Informationen über das Gebäude selbst, sondern auch über seine Bewohner liefern können soll.

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Ausbilder Schmidt 30. Mär 2009

Das ist eine konsequente Weiterentwicklung der "Nacktscanner"-Technologie. Die Militärs...

Cerial Killer 25. Okt 2008

Dabei beleidige ich? Es ging in diesem Thread um die zunehmende Überwachung, siehe...

roter Hering 24. Okt 2008

ich glaube im Jemen gibt es eine Stadt mit solchen Lehmhäusern schönes Wochenende

pregnant 24. Okt 2008

Das mit dem Pipen ist ne einfache Funktion. Sone Maschine hatte sogar schon Monty Python...

Obi Wan 24. Okt 2008

*punkbuster on* muhahaha



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