Mücken sollen zu fliegenden Spritzen werden
Die Projektfinanzierung beträgt 10,4 Millionen US-Dollar und wird zu je 100.000 US-Dollar an Wissenschaftler aus 22 Ländern auf fünf Kontinenten verteilt. "Die ersten Stipendien bringen frischen Wind in die Forschung zur Prävention beziehungsweise Heilung von Infektionserkrankungen wie HIV/AIDS und TBC", hieß es bei der Vergabe der Stipendien im Rahmen des 4. Kongresses "Grand Challenges in Global Health" in Bangkok.
Yen Wah Tong an der National University Singapore will beispielsweise versuchen, Nanopartikel zu erzeugen, die Viren im Körper "aufsaugen". Die Partikel werden dazu die Struktur von Zellen nachahmen, die der Virus normalerweise zu infizieren versucht.
Jord Stam von der Universität Utrecht, Niederlande, wird versuchen, "zweiseitige" Antikörper zur Bekämpfung von HIV zu erzeugen; eine Seite soll sich an das HIV ankoppeln, die andere soll das Virus in Zellen ablagern, wo es sich nicht mehr replizieren kann.
Elijah Songok vom Kenya Medical Research Institute will herausfinden, ob die natürliche Resistenz gegen HIV – die sehr selten vorkommt, und der Wissenschaft weiterhin Rätsel aufgibt – möglicherweise mit genetischen Markern für Typ 2-Diabetes in Verbindung steht.
104 Stipendien wurden aus fast 4.000 Vorschlägen ausgewählt. Die Qualität der Einreichungen habe alle Erwartungen weit übertroffen. Letztendlich habe die Jury "beinahe doppelt so viele Projekte wie ursprünglich geplant ausgewählt", sagte Tachi Yamada, Chef des Bereiches "weltweite Gesundheit" bei der Gates Foundation, die der Microsoft-Gründer Bill Gates ins Leben gerufen hat.
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