E-Plus kann 864.000 Kunden dazugewinnen
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bei E-Plus stieg um 16,3 Prozent auf 336 Millionen Euro und lag damit über den Analystenschätzungen. Angaben zum Gewinn macht das Unternehmen nicht.
Bei den Kundenzahlen erreichte die Tochter der niederländischen KPN über 17 Millionen und konnte damit um 864.000 Kunden, vor allem aus dem Prepaidbereich, zulegen. Der durchschnittliche Erlös pro Kunde (ARPU - Average Revenue per User) sank um 11 Prozent von 18 auf 16 Euro.
Bei der Konzernmutter Royal KPN sank der Nettogewinn geringfügig von 353 auf 349 Millionen Euro. Die Analysten hatten mit 367 Millionen Euro etwas mehr erwartet. Der Umsatz betrug 3,652 Milliarden Euro, ein Plus von 20 Prozent. Auch hier hatten die Analysten mit 3,66 Milliarden Euro etwas mehr erwartet.
Der Zuwachs wurde auch durch Zukäufe erreicht. Im Juli 2007 hatte KPN das IT-Services-Unternehmen Getronics für 766 Millionen Euro gekauft.
Im Ausblick bekräftigte Firmenchef Ad Scheepbouwer die Ziele für 2008 im Inland. "Bislang haben wir noch keine Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftsabschwächung zu spüren bekommen" , sagte er. Eine Änderung der ökonomischen Großwetterlage würde aber auch die KPN berühren. "In einer schweren Krise sind natürlich alle Bereiche betroffen, die Zahl der Beschäftigten und die Vermögenswerte, die man am Laufen hält. Alles ist auf lange Sicht betrachtet flexibel." Der Konzern verfüge aber über ein solides Finanzpolster.



