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Samsung zieht Übernahmeangebot für SanDisk zurück

Deal mit Toshiba verhindert Milliarden-Übernahme

Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung gibt seinen Plan zum Kauf von SanDisk auf. "Wir ziehen die Offerte offiziell zurück", teilte Samsung in Seoul mit. Grund seien die "niedrigen Gewinne und der unklare Ausblick auf die Geschäftsentwicklung", so Samsung in einer Börsenmitteilung.

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Samsung hatte nach sechsmonatigen Verhandlungen angeboten, 5,85 Milliarden US-Dollar für SanDisk zu zahlen, was SanDisk als zu niedrig abgelehnt hatte. SanDisk meldete am 20. Oktober 2008 für sein drittes Quartal einen Verlust von 155 Millionen US-Dollar (69 Cent pro Aktie), nach einem Gewinn von 85 Millionen US-Dollar oder 36 Cent pro Aktie in der Vorjahresperiode. Der Umsatz sank um 21 Prozent auf 821 Millionen US-Dollar.

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Im Zeitraum von April bis Juni 2008 hielt Samsung 42,3 Prozent am weltweiten NAND-Chipmarkt, Toshiba und SanDisk kamen zusammen auf 27,5 Prozent. Die Preise für NAND-Flashspeicher sind in nur einem Jahr um über 80 Prozent gefallen.

In einem Brief an die SanDisk-Führung erklärte Samsung-Chef Lee Yoon-woo, dass SanDisks Verlust im dritten Quartal und der Umbau des Joint Ventures mit Toshiba "zu einem erheblichen Anstieg des Risikos und einer wesentlichen Verschlechterung des Werts" geführt habe. SanDisk hatte zuvor erklärt, dass man offen für Verhandlungen mit Samsung sei, das südkoreanische Unternehmen sich aber nicht gesprächsbereit zeige. "Wir glauben, dass dies Fragen über die wirkliche Motivation hinter Samsungs Angebot aufwirft", so die Erklärung.

Der japanische Elektronikkonzern Toshiba übernahm in dieser Woche einen Teil des SD-Card-Maschinenparks von seinem Joint-Venture-Partner SanDisk, wofür 100 Milliarden Yen (747 Millionen Euro) fließen werden. Toshiba hätte im Falle einer Übernahme SanDisks einen wichtigen Partner verloren. Der US-Konzern ist Finanzpartner bei zwei entstehenden Chipfabriken Toshibas, Großkunde von Toshiba-Produkten und Lieferant für patentierte Kerntechnologie.

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