Apple verkauft mehr iPhones als RIM Blackberrys
Apple meldet einen Umsatz von 7,9 Milliarden US-Dollar für das vierte Quartal 2007/2008. Im Vorjahr lag der Umsatz im vierten Quartal nur bei 6,22 Milliarden US-Dollar. Auch der Quartalsgewinn legte zu, von 904 Millionen US-Dollar auf 1,14 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 1,14 US-Dollar pro Aktie. Apples Rohmarge erhöhte sich dabei von 33,6 auf 34,7 Prozent. Rund 41 Prozent seines Umsatzes machte Apple dabei außerhalb der USA.
Dabei verbucht Apple Umsätze und Kosten mit iPhones und Apple TV, wie von den US-Bilanzierungsregeln vorgegeben, über deren Lebenszeit. Würden diese Umsätze und Kosten sofort verbucht, läge Apples Umsatz im vierten Quartal 2007/2008 bei 11,68 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn bei 2,44 Milliarden US-Dollar.
Nur 102 Tage nach dem Start des AppStore, der Vertriebsplattform für Drittanwendungen auf dem iPhone, soll am Mittwoch, den 22. Oktober 2008, bereits die 200-millionste Applikation darüber heruntergeladen werden.
Insgesamt verkaufte Apple in den drei Monaten bis zum 27. September 2008 rund 2,61 Millionen Macs, 21 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz mit Apple-Rechnern legte dabei nur um 17 Prozent zu, der durchschnittliche Verkaufspreis ist also gesunken. Die Zahl der verkauften iPods stieg um 8 Prozent auf 11,05 Millionen, während der iPod-Umsatz um 3 Prozent zulegte.
Das größte Wachstum verzeichnete Apple beim iPhone: Wurden im vierten Quartal des Vorjahres nur 1,12 Millionen iPhones verkauft, waren es im vierten Quartal 2007/2008 etwa 6,89 Millionen Geräte. Allerdings verkaufte Apple die Geräte damals nur in Nordamerika und ohne Subventionen, während das iPhone 3G heute in deutlich mehr Ländern zu Preisen ab 1 Euro mit Vertrag zu haben ist.
Gemessen am Umsatz ist Apple laut Apple-Chef Steve Jobs mit 4,6 Milliarden US-Dollar iPhone-Umsatz der drittgrößte Mobiltelefonhersteller der Welt.
Insgesamt erzielte Apple im Geschäftsjahr 2007/2008 einen Umsatz von 32,48 Milliarden US-Dollar, rund 35 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Nettogewinn stieg von 3,50 auf 4,83 Milliarden US-Dollar.
Wie sich die verschlechternde Wirtschaftslage auf Apple auswirkt, sei derzeit unklar, so Jobs. Entsprechend breit fällt die Prognose für das erste Quartal 2008/2009 aus: Der Umsatz soll zwischen 9,0 und 10,0 Milliarden US-Dollar liegen, der Gewinn pro Aktie zwischen 1,06 und 1,35 US-Dollar. Allerdings verfüge Apple über das stärkste Produktportfolio in der Unternehmensgeschichte und liquide Mittel von rund 25 Milliarden US-Dollar, ohne jegliche Schulden, betont Jobs.



