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US-Verbraucherschützer protestieren gegen Alltel-Verkauf

Übernahme durch Verizon soll Wettbewerb auf dem US-Mobilfunkmarkt gefährden. Verbraucherschützer in den USA protestieren gegen die Übernahme des Mobilfunkanbieters Alltel durch Verizon Wireless. Die Transaktion gefährde den Wettbewerb auf dem US-Mobilfunkmarkt, begründet der Public Interest Spectrum Trust.
/ Werner Pluta
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Vertreter der sechs in dem Trust zusammengeschlossenen Gruppen wollen sich in dieser Woche mit den Mitgliedern der Federal Communication Commission (FCC) treffen und ihre Bedenken darlegen, berichtet die Washington Post(öffnet im neuen Fenster) .

Im Juni 2008 hatte Verizon Wireless sich mit den Eignern, den Private-Equity-Unternehmen TPG und GS Capital Partners, auf den Kauf von Alltel für 28,1 Milliarden US-Dollar geeinigt. Stimmt die FCC der Übernahme zu, wird Verizon Wireless zum größten Mobilfunkanbieter in den USA. Derzeit ist der AT&T Wireless Marktführer.

Die FCC wird sich am 4. November 2008 mit dem Fall beschäftigen. Außerdem will sie an dem Tag über den Kauf von Clearwire durch Sprint entscheiden. FCC-Chef Kevin Martin hat bereits signalisiert, den Allnet-Kauf genehmigen zu wollen – sehr zum Unverständnis der Verbraucherschützer. "Wir können nicht verstehen, wie überhastet diese Behörde dem zweitgrößten Mobilfunkanbieter des Landes erlauben will, einen starken Konkurrenten wie Allnet zu schlucken und so zum größten Mobilfunkanbieter des Landes zu werden" , kritisierte Chris Murray, Rechtsbeistand der Consumers Union. "Ich schätze, für die Mobilfunkanbieter ist das wie Weihnachten im Oktober."

Eine FCC-Quelle sagte der Zeitung, Verizon und Alltel hätten die Behörde zu einer schnellen Entscheidung gedrängt, weil sie das Geschäft noch vor der Präsidentschaftswahl abschließen wollten.


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