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Esther Dyson veröffentlicht ihr Genom

Projekt macht Erbinformationen von neun Freiwilligen im Internet zugänglich. Das Personal Genome Project wird am heutigen 21. Oktober 2008 Erbinformationen von neun Freiwilligen im Internet veröffentlichen. Ziel des Projekts ist, möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, ihre Erbinformationen zur Verfügung zu stellen, um die Genforschung voranzubringen.
/ Werner Pluta
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Zu den Freiwilligen, PGP-10(öffnet im neuen Fenster) genannt, gehören neben George Church, der das Projekt gegründet hat, unter anderem der Psychologe Steven Pinker und Esther Dyson , die 2007 zusammen mit Anne Wojcicki und Linda Avey das Unternehmen 23andMe gegründet hat, das kommerzielle Genanalyse anbietet.

Die Profile(öffnet im neuen Fenster) beinhalten neben dem Genom weitere sehr persönliche Informationen, wie Krankheiten, Blutgruppe und Herkunft. Außerdem geben sie Auskunft darüber, welche Proben die Person abgegeben hat.

Die Veröffentlichung der Erbinformationen birgt durchaus Gefahren. Arbeitgeber oder Versicherungen könnten Kandidaten wegen ihrer Erbanlangen ablehnen, obwohl das in den USA verboten ist. "Wir wissen noch nicht, welche Konsequenzen es haben wird, sein Genom zu veröffentlichen" , sagte Church der britischen Tageszeitung Daily Telegraph(öffnet im neuen Fenster) . Church und die anderen sind aber im Dienste der Wissenschaft bereit, diese Konsequenzen zu tragen. Es lohne sich, ist er überzeugt.

Das Personal Genome Project wurde im Januar 2006 von dem Molekularbiologen Church an der Harvard University Medical School ins Leben gerufen. Church hofft, dass die neun nur den Anfang bilden. Bis zu 100.000 Chromosomensätze will das Projekt sammeln und veröffentlichen. Je mehr Gendaten zur Verfügung stehen, desto schneller wird die Forschung voranschreiten.


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