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Microsoft erhält Patent auf automatische Audiozensur

System soll unerlaubte Wörter in gesprochener Sprache durch harmlose ersetzen. Das US-Patent- und Markenamt hat Microsoft ein Patent auf die automatische Zensur von Audiodaten im Broadcastbereich zugesprochen. Das entsprechende System soll unerlaubte Wörter in Echtzeit ausfiltern und mit einem Piepton oder alternativen Formulierung der jeweiligen Sprecher ersetzen. Damit ließe sich auch in Voice-Chats von Onlinespielen eingreifen.
/ Jens Ihlenfeld
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Microsofts System soll unerlaubte Wörter anhand von Lauten erkennen und so verhindern, dass diese im Fernsehen oder Radio übertragen werden. Für gewöhnlich werden solche Stellen nachträglich mit einem Piepton überlagert, was mitunter obskure Züge annimmt.

Mit dem unter der Nr. 7,437,290(öffnet im neuen Fenster) patentierten System will Microsoft diese Vorgänge nicht nur automatisieren, sondern zugleich den Piepton durch alternative Ausdrücke ersetzen. Das System erkennt, wenn Laute einem zuvor festgelegten unerlaubten Wort ähneln und ersetzt diese gegebenenfalls durch ein anderes Wort, zusammengesetzt aus Lauten des jeweiligen Sprechers.

Die Empfindlichkeit des Systems soll sich zudem der Situation und dem Publikum anpassen lassen. Wer gern bestimmte Schimpfworte benutzt, könnte tagsüber stärker reglementiert werden als ein harmloser Sprecher in einer nächtlichen Sendung. Die Empfindlichkeit kann auch dynamisch angepasst werden, je mehr Schimpfworte fallen, desto empfindlicher wird das System.

Der automatisierte Ansatz soll es zudem ermöglichen, auch Bereiche zu zensieren, die manuell nicht erfassbar sind, zum Beispiel Voice-Chats in Onlinespielen.


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