Stromverbrauch soll im Vergleich zu Atom-basierten MIDs deutlich sinken. Intel hat auf dem Intel Developer Forum in Taiwan ein MID (Mobile Internet Device) auf Basis der kommenden Moorestown-Plattform vorgeführt. Das Design, das einem extrabreiten iPhone ähnelt, zeigte Intel zwar schon 2007, diesmal handelte es sich aber um ein funktionierendes Gerät, in dem bereits Moorestown-Chips stecken.
Moorestown besteht aus einem SOC (System on a Chip) mit Codenamen "Lincroft" und einem I/O-Hub mit Codenamen "Langwell". Das SOC vereint einen in 45-Nanometer-Technik gefertigten Prozessor - Gerüchten zufolge mit einem oder zwei Kernen -, Grafikchip, Speichercontroller für DDR3 sowie Videoencoder und -decoder auf einem Chip. Langwell unterstützt diverse I/O-Ports zur Verbindung mit drahtlosen Netzen, Speichersystemen und Displaykomponenten.
Zudem will Intel mit Moorestown den Stromverbrauch entsprechender Systeme weiter senken. Dabei geht es vor allem um den Verbrauch im Idle-Modus, den Intel im Vergleich zur ersten MID-Generation mit Atom-Prozessoren um mehr als 90 Prozent senken will, wie Anand Chandrasekher, Chef von Intels Ultra Mobility Group, ankündigte. Das deckt sich mit Gerüchten aus dem Jahre 2007 , wonach die beiden Bausteine zusammen nur noch 0,5 Watt aufnehmen und einen ganzen Tag Akkulaufzeit bieten sollen.
Chandrasekher kündigte zudem an, dass Moorestown-Geräte Techniken wie UMTS, WiMAX, WLAN, GPS, Bluetooth und mobiles Fernsehen unterstützen werden, was allerdings zusätzlicher Chips bedarf. So arbeitet Intel zusammen mit Ericsson beispielsweise an UMTS-Modulen mit HSPA für Moorestown. Chiphersteller Option kündigte an, ebenfalls HSPA-Module für Moorestown anbieten zu wollen. Diese UMTS-Module sollen 25 x 30 x 2 mm messen und auf die Energiebedürfnisse von Moorestown optimiert sein.
MIDs auf Basis von Moorestown sollen 2010 auf den Markt kommen.