Yahoo baut weitere 1.000 Stellen ab
Yahoo weitet seine Umbaupläne aus. Neben dem Stellenabbau stehen Budgetstreichungen und erneut ein möglicher Zusammenschluss mit AOL auf der Agenda. Wie die Tageszeitung San Jose Mercury News(öffnet im neuen Fenster) erfahren hat, plant Yahoo weitere Entlassungen, die weitere 1.000 Beschäftigte treffen sollen. Auch das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) will aus informierten Kreisen von über 1.000 Entlassungen erfahren haben. Im Juni 2008 hatte Yahoo 14.300 Mitarbeiter. Wie das Wall Street Journal weiter berichtet, seien verschiedene Yahoo-Manager aufgefordert worden, in ihren Bereichen 15 Prozent der Geldmittel einzusparen. Zudem wurde der Unternehmensberater Bain & Co. ins Haus geholt, der strukturelle Änderungen vorschlagen soll.
Yahoo hatte in diesem Jahr eine 45-Milliarden-Dollar-Offerte abgelehnt. In den letzten drei Monaten fiel der Börsenwert der Firma um 43 Prozent auf zuletzt 12,90 US-Dollar. Microsoft hatte 31 US-Dollar pro Aktie geboten.
Yahoo soll zudem weiter mit AOL und anderen über eine Fusion verhandeln. Angedacht sei, die Internetsparte des Medienkonzern Time Warner bei Yahoo einzubringen und mit circa 8 Milliarden US-Dollar zu bewerten. An dem Gemeinschaftsunternehmen würde Time Warner dann einen Minderheitsanteil erhalten.
Microsoft-Chef Steve Ballmer hatte zudem auf einer Konferenz in Orlando in der letzten Woche erklärt, eine Übernahme Yahoos könne für die Aktionäre beider Seiten wirtschaftlich weiter sinnvoll sein.