Datenleck bei Springer-Anzeigenblättern
Dem Spiegel(öffnet im neuen Fenster) liegen Informationen über ein Datenleck beim Axel Springer Verlag vor. Es seien zunächst "einige tausend" Datensätze im Internet sichtbar gewesen, so WBV-Geschäftsführer Peter Prawdzik. Nach dem ersten Hinweis Ende September sei das Sicherheitsproblem sofort behoben worden. "Wir bedauern den Vorfall außerordentlich" , sagte Springer-Sprecher Dirk Meyer-Bosse.
"Die Prüfung läuft noch, aber wir gehen davon aus, dass es sich hier um einen klaren Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz handelt" , sagte Evelyn Seiffert, Referentin beim Hamburgischen Datenschutzbeauftragten, dem Magazin. Der Datenschutzbeauftragte des Springer-Konzerns hatte sich selbst an die Aufsichtsbehörde gewandt und den Fall offengelegt.
Nach Angaben des Springer-Verlags sei ein Programmierfehler eines externen Dienstleisters die Ursache gewesen. "Von dieser Datenpanne waren die Medien oder Onlineangebote der Axel Springer AG oder anderer Gesellschaften des Unternehmens nicht betroffen" , da deren Datenbank- und IT-Struktur "völlig unabhängig" sei, hieß es weiter.
Gleich nach Entdeckung des Fehlers sei die vollständige Löschung der bereits automatisch zwischengespeicherten Daten im Suchmaschinen-Cache bei Google beantragt worden. "Gleichzeitig prüfen wir, wie betroffenen Kunden geholfen und entstandener Schaden umfassend ausgeglichen werden kann" , so Jan Bayer, Chef der Regional- und Abozeitungssparte des Konzerns.
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