Symantec-Chef für mehr Überwachung
Der Chef des IT-Sicherheitskonzerns Symantec hält es für sinnvoll, IP-Adressen und Suchprofile zu speichern, um Nutzer in Kategorien einzuteilen und Kriminelle aufzuspüren. "Man schaut, was ist das für ein Anwender, welche Seiten hat er besucht, welche Gefahr geht von ihm aus", sagte John W. Thompson den VDI Nachrichten(öffnet im neuen Fenster). "Auf Basis dieser Infos lässt sich dann ein Profil erstellen und Unternehmen können darauf entsprechend reagieren."
Allgemein sei das Datenschutzverständnis der Europäer übertrieben, so der gebürtige US-Amerikaner. "In Europa ist immer alles eine Frage des Datenschutzes. Die EU sagt: Eine IP-Adresse ist privat, das ist übertrieben. Datenschutz wird über alles gestülpt, dient oft nur als Vorwand." Über einige dieser vermeintlichen Ängste müsse die Gesellschaft "hinwegkommen", um ein "sicheres Internet" zu erhalten. An einer IP-Adresse sei wenig Schützenswertes.
Auch angesichts aktueller Datenlecks wie bei T-Mobile warnt Thompson vor überflüssiger Panik. Hier müsse in aller Ruhe gefragt werden, ob "Daten professionell verschlüsselt" wurden und wie diese dann nach außen gelangten. "Es wird immer Datendiebe geben, und die lassen sich nicht aufhalten, das müssen wir lernen zu akzeptieren. Das ist wie Bankraub: Solange es Banken gibt, wird es auch Bankräuber geben", schlussfolgert der frühere IBM-Manager, der als Mitglied des National Infrastructure Advisory Committee (NIAC) bereits für die US-Regierung gearbeitet hat.
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