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Angetestet: Erste Erfahrungen mit den neuen MacBooks

MacBook Pro und Alu-MacBook in der Praxis. Bei einer Veranstaltung von Apple in München hatte Golem.de Gelegenheit, sich die neuen mobilen Macintosh-Rechner genauer anzuschauen. Zu begutachten waren das neue MacBook, das MacBook Pro sowie das MacBook Air und der neue LED-LC-Bildschirm mit einer Diagonale von 24 Zoll.
/ Andreas Sebayang
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Die Neulinge MacBook und MacBook Pro haben einige Gemeinsamkeiten: Das optische Slot-In-Laufwerk, jetzt in jedem Falle ein SuperDrive, das auch DVDs beschreiben kann, ist deutlich stabiler geworden. Schleifgeräusche sollten bei beiden Notebooks der Vergangenheit angehören. Insbesondere das MacBook war bislang etwas anfälliger gewesen, da die Plastikverschalung beim Heben des Notebooks mit Schwung brechen konnte.

Eine weitere Gemeinsamkeit - auch mit dem MacBook Air - ist die konsequente Benutzung des DisplayPort-Standards in seiner Miniausführung. DisplayPort-Kabel sind aber noch sehr selten, auch wenn die Verbreitung bei Notebooks zunimmt. Und obwohl Adapter auf DVI oder VGA noch seltener sind, bietet Apple diese an. Kostenpunkt: je 29 Euro. Die Adapter liegen den Notebooks nicht bei. Der Dual-Link-DVI-Adapter, den Anwender zum Anschluss besonders großer Monitore brauchen, ist mit 99 Euro besonders teuer.

Das neue Trackpad funktionierte beim ersten Test recht gut. Zwar fragt sich der Anwender zunächst, wo er denn klicken soll, aber das ist schlicht egal. Es ist möglich, wie gewohnt unten zu klicken und dabei Drag-&-Drop im oberen Bereich zu vollziehen. Die Oberfläche ist sehr glatt und fühlt sich sogar besser an als beim iPod touch. Die Multitouch-Fähigkeiten konnten wir noch nicht testen.

MacBook:

Das auffälligste Merkmal ist das neue stabile Gehäuse. Da es komplett aus Aluminium ist, dürften Brüche des Gehäuses, genauer gesagt des Topcases, der Vergangenheit angehören. Das um etwas mehr als 10 Prozent reduzierte Gewicht trägt zur Entlastung bei. Der Deckel lässt sich jetzt leichter auf- und zuklappen - das gilt auch für das MacBook Pro. Trotzdem bleibt der Deckel stabil geschlossen.

Firewire wurde bei den neuen MacBooks gestrichen . Wer das benötigt, muss zum Billigmodell der letzten MacBook-Generation greifen. Der verlorene Firewire-Anschluss trifft vor allem jene, die ein kleines Notebook brauchen und Equipment wie Videokameras ihr Eigen nennen.

Mit angeschlossenem iPod und einem USB-Modem ist Schluss. Die zuvor über Firewire angeschlossene Festplatte passt nicht mehr. So bleibt nichts anderes übrig, als entweder einen Hub mitzunehmen oder Backups drahtlos durchzuführen - natürlich nur mit Apple-Zubehör. Diese Entscheidung ist eher unverständlich, denn genug Platz ist an der Seite des MacBooks vorhanden, auch wenn der Batterieindikator auf die linke Seite verfrachtet wurde. Das ist übrigens sehr praktisch und auch beim MacBook Pro so.

Das neue Display spiegelt noch mehr als das alte MacBook-Glossy-Display. Immerhin legt Apple jedem MacBook ein Putztuch bei. Das ist auch dringend nötig, denn die Fettabdrücke sieht der Anwender gut, ebenso wie Spiegelungen der Umgebung. Die Helligkeit des LED-Displays war aber gefühlt höher und die Blickwinkelabhängigkeit auf den ersten Blick etwas besser. Die Farben wirkten besser als beim alten MacBook.

Neu ist beim 1500-Euro-Modell die gut funktionierende Tastaturbeleuchtung. Ein Helligkeitssensor stellt sie automatisch ein. Beim MacBook Pro ist das Standard.

MacBook Pro:

Was für das MacBook-Display gilt, gilt auch für das MacBook-Pro-Display. Es spiegelt, die erhöhte Helligkeit kann das nicht immer ausgleichen. Viele Mac-Anwender haben in Foren ihrer Enttäuschung darüber Ausdruck verliehen. Die Nutzung fordert Umgewöhnung.

An einigen Stellen hat sich Apple weiter geöffnet. Beim MacBook Pro lassen sich Festplatte und Arbeitsspeicher vom Anwender austauschen, die Stellen sind hinter dem Akku gut erreichbar. Beim iBook und PowerBook war das noch eine komplizierte Angelegenheit. Mit einem einfachen Hebelmechanismus lässt sich an der Rückseite ein Deckel öffnen. Darunter kommen die Festplatte und der Akku zum Vorschein. Ein Akkuwechsel ist allerdings schwieriger, da der Akkudeckel beim Schließen verkanten kann und so möglicherweise auch für Defekte anfällig ist. Das gilt auch für das MacBook.

Am MacBook Air hat sich außer der Nvidia-Chipsatzgrafik und der etwas schnelleren CPU nicht viel verändert.

Die neuen MacBooks und MacBook Pros sollen kommende Woche verfügbar sein. Das MacBook Air wird erst im November erhältlich sein. Einen Test des MacBook Pro mit 2,53 GHz bringt Golem.de im Laufe der kommenden Woche.


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