Neues MacBook ohne Firewire sorgt für Protest
Würden Kunden also auf ein neues MacBook aufrüsten, könnten sie ihre externen Firewire-Laufwerke, bestimmte Videokameras und den Target Disk Mode (TDM) – auf Deutsch Ziel-Disk-Modus(öffnet im neuen Fenster) – nicht mehr nutzen. Letzterer ermöglicht es, einen Mac beim Bootvorgang zur externen Festplatte umzufunktionieren(öffnet im neuen Fenster) und darauf mittels eines anderen Macs zuzugreifen.
Mit dem Target-Disk-Modus können dann etwa Daten leichter gerettet oder vom Administrator schnell komplett konfigurierte MacOS-X-Installationen aufgespielt werden. Bisher unterstützt Apple diese Funktion nur in Verbindung mit Firewire. Fehlt Firewire, biete das MacBook gerade im Firmeneinsatz nur noch wenige Vorteile gegenüber vergleichbar kompakten, aber deutlich billigeren Windows- oder Linux-Notebooks, denen in der Regel ebenfalls die Firewire-Schnittstelle fehlt, schreibt ein Universitätsmitarbeiter im Apple-Forum.
Eine vollwertige Firewire-Schnittstelle inklusive TDM-Unterstützung lässt sich bei den ab Oktober 2008 angebotenen MacBook-Modellen nicht nachrüsten. Ein PCI-Express-Schacht fehlt den MacBooks nämlich weiterhin.
Viele verärgerte MacBook-Besitzer im Apple-Forum sehen Apples Verzicht auf Firewire als Zeichen, dass Apple am Kunden vorbeientwickelt und/oder Kunden zum Kaufen des teureren MacBook Pro nötigen will. Dieses ist jedoch auch größer und schwerer. Und der Kauf eines der älteren MacBook-Modelle mit weißem Plastikgehäuse ist auch nicht sonderlich attraktiv, da die sonstige Hardwareausstattung der neuen MacBooks deutlich besser ist.
So mancher Kunde hofft deshalb auf eine künftige Alu-MacBook-Revision mit Firewire – und versucht Apple durch deutlich geäußerte Kritik und Kaufverzicht zum Umdenken zu bewegen. Das Feedback-Formular(öffnet im neuen Fenster) für Apples MacBook dürfte deshalb derzeit rege genutzt werden. Ob Apple ein Einsehen haben wird, ist fraglich, auch weil Apple beispielsweise bei seiner Videoschnittanwendung iMovie USB als bevorzugte Schnittstelle(öffnet im neuen Fenster) zur Verbindung mit modernen Flash- oder festplattenbasierten Videokameras sieht.
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