Intels drittes Quartal übertrifft die Erwartungen

Rekordumsatz durch starke Nachfrage nach Notebooks

Intel hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres 2008 die Vorhersagen der Analysten knapp übererfüllt. Insgesamt erzielte der weltgrößte Halbleiterhersteller einen Umsatz von 10,2 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 3,1 Milliarden. Im kommenden Quartal will Intel aber einen möglichen Einfluss der Wirtschaftskrise nicht ausschließen.

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Während Umsatz und Gewinn im Rahmen der Erwartungen lagen, weist Intel mit einem Gewinn pro Aktie von 35 US-Cent einen Cent mehr aus, als die Analysten prognostiziert hatten. Deren Erwartungen hatte Intel bereits im vorhergehenden Quartal übertroffen. Das dritte Quartal 2008 ist damit finanziell für Intel das erfolgreichste dritte Quartal in der Firmengeschichte. Gegenüber dem Vorjahresquartal wurde der Umsatz um ein Prozent gesteigert, der Gewinn aber um 44 Prozent.

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Im dritten Quartal 2008 konnte Intel aber durch eine Beteiligung mit STMicroelectronics am Flash-Hersteller Numonyx einen Steuervorteil von 162 Millionen US-Dollar verbuchen. Im dritten Quartal 2007 wurde die Bilanz noch durch 125 Millionen US-Dollar für Restrukturierungsmaßnahmen belastet.

Als Gründe für die guten Ergebnisse nennt Intel aber auch eine anhaltend starke Nachfrage nach Prozessoren und Chipsätzen. Bei den mobilen Produkten hat Intel laut CEO Paul Otellini so viele Chips verkauft wie noch nie. Konkrete Stückzahlen zu einzelnen Produkten gibt Intel traditionell nicht an. Bausteine für Notebooks und Netbooks trugen jedoch zu 45 Prozent zum gesamten Intel-Umsatz bei.

Die bei Halbleiterherstellern wichtige Kenngröße des durchschnittlichen Verkaufspreises der Prozessoren ("average selling price", ASP) muss man bei Intel aber neu bewerten. Über alle Produkte gesehen ist der ASP im dritten Quartal 2008 gesunken, was an den besonders günstigen Atom-CPUs liegt. Diese trugen, obwohl erst seit kurzem in großen Stückzahlen lieferbar, schon 200 Millionen US-Dollar zum Gesamtumsatz bei. Rechnet man diese aus der Bilanz heraus, so ist der ASP laut Intel stabil geblieben.

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Mit einer Kannibalisierung des Notebookmarktes durch Atom-Netbooks rechnet Intel nicht, wie Otellini bereits zuvor betont hatte. Die Nachfrage nach mobilen Core-2-Duos sei nach wie vor stark.

Wie Intel-CEO Paul Otellini in einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen angab, sind Intels eigene Erwartungen für das vierte Quartal mit einem Umsatz von 10,1 bis 10,9 Milliarden US-Dollar weiter gefasst als üblich. "Beim Blick in das vierte Quartal ist schwer zu sagen, welchen Einfluss die Finanzkrise auf die Nachfrage von Endkunden haben wird", ließ Otellini vorher mitteilen.

Im Gespräch gab er dann noch an: "Das ist keine Abschwächung wie nach der Dotcom-Ära." Computer, so der Intel-CEO weiter, seien inzwischen so billig geworden, dass sie auch weiter gekauft würden. Die Lagerbestände bei Intels direkten Kunden seien außerdem gering, sagte Otellini. Zudem wachse Intel in Schwellenländern stark, China würde schon bald der größte Markt für Intel werden. Auch die Aufspaltung von AMD würde Intels Pläne nicht ändern, sagte Paul Otellini: "In unserem Markt hat sich die Nahrungskette dadurch nicht geändert. Es gibt nur einen weiteren, der bei unserem Mitbewerber mitverdienen will."

In der Telefonkonferenz kündigte der Intel-Chef noch an, dass sein Unternehmen wie nicht in jedem Quartal üblich dieses Mal am 4. Dezember als "Mid-Quarter Update" einen weiteren Ausblick auf die dann zu erwartenden Ergebnisse geben wird.

Die Telefonkonferenz wurde zu Beginn von Tonproblemen unterbrochen, was Otellini mit dem Satz quittierte: "In dem System war wohl kein Intel-Produkt verbaut".

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