• IT-Karriere:
  • Services:

EU-Gutachten: Nutzung von MP3-Playern kann taub machen

Gültiger Grenzwert von 100 dB offenbar nicht ausreichend

Ein neues Gutachten der Europäischen Union bestätigt, dass sich 5 bis 10 Prozent der Nutzer von MP3-Playern der Gefahr aussetzen, dauerhaft das Gehör zu verlieren. Das gilt, wenn Nutzer mindestens fünf Jahre lang mehr als eine Stunde pro Tag mit hoher Lautstärke Musik von ihren Playern hören.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Nutzung von MP3-Playern kann taub machen. Zu diesem Ergebnis kommt der Wissenschaftliche Ausschuss der EU in einem am 13. Oktober 2008 veröffentlichten Gutachten "Neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken" (SCENIHR). Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva erklärte: "Die wissenschaftliche Untersuchung belegt eindeutig, dass hier ein Risiko besteht, auf das wir schnell reagieren müssen."

Stellenmarkt
  1. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
  2. EOS GmbH Electro Optical Systems, Krailling bei München

Apple-Sprecher Georg Albrecht sagte Golem.de: "Als Marktführer im MP3-Player-Bereich legt Apple seit jeher großen Wert auf vernünftiges Hören. IPods erfüllen schon immer die EU-Sicherheitsnorm zur maximalen Lautstärke. Darüber hinaus lässt sich eine Maximallautstärke individuell festlegen. Eltern können diese Obergrenze per Code sichern, so dass ihre Kinder sicher vor zu lautem Hören geschützt werden." Der Geräuschpegel tragbarer Player wird durch eine bestehende europäische Sicherheitsnorm bereits auf 100 dB begrenzt. Allerdings kämen zunehmend Bedenken auf, dass auch eine übermäßig lange Exposition gegenüber solchen "Lärmquellen" zur Gehörschädigung führen könnte, erklärt die EU weiter.

In dem EU-Gutachten heißt es, dass die für den Arbeitsplatz geltenden Lärmschutzgrenzwerte bereits überschritten werden, wenn ein Player nur fünf Stunden pro Woche mit hoher Lautstärkeeinstellung (über 89 dB) genutzt wird. Menschen, die solche Geräte über längere Zeit verwenden, laufen nach fünf Jahren Gefahr, ihr Hörvermögen dauerhaft zu verlieren. Dies treffe auf etwa 5 bis 10 Prozent der Nutzer zu, also 2,5 bis 10 Millionen Menschen in der EU.

Anfang 2009 wird die EU-Kommission eine Konferenz in Brüssel veranstalten, um die Erkenntnisse des Wissenschaftlichen Ausschusses mit den Mitgliedstaaten sowie Vertretern der Industrie, der Verbraucher und anderer Beteiligter auszuwerten und weitere Schritte zu erörtern. Dabei soll auch geprüft werden, inwieweit neue Vorschriften notwendig sind beziehungsweise die bestehenden Sicherheitsnormen geändert werden müssen, um die Verbraucher zu schützen.

In den vergangenen Jahren sind die Verkaufszahlen für MP3-Player rapide gestiegen. Schätzungen zufolge hören in der EU etwa 50 bis 100 Millionen Menschen täglich mit solchen Geräten Musik. In den vergangenen vier Jahren wurden zwischen 184 und 246 Millionen tragbare Abspielgeräte, darunter 124 bis 165 Millionen MP3-Player, verkauft, rechnet die EU-Behörde vor.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Galaxy Tab S6 Lite für 299,99€, Nintendo Ring Fit Adventure für 79,99€, Samsung Galaxy...
  2. (u. a. 24-Stunden-Deals, Sandisk Ultra 3D 2 TB SATA-SSD für 159,00€, LG OLED TV für 1.839...
  3. (u. a. 4K-HDMI für 5,59€, 5-Fach-Steckdosenleiste für 20,99€, HDMI-Verlängerungskabel für 7...
  4. (u. a. Cooler Master Masterkeys MK750 RGB für 119,90€, Chieftec CF-3012 3er RGB-Lüfter für 28...

Taube Nuss 14. Okt 2008

Genau. Ich habe auch Kopfhörer mit nur 32 Ohm. Die kann man als Lautsprecher nutzen...

spanther 14. Okt 2008

Drogen auch... und zwar Hirnzellen... lol xD

Fabian Schoelzel 14. Okt 2008

Er möchte halt eine stille MP3-Datei erzeugen. Ihr Komiker. ;)

blub 14. Okt 2008

und ich kram meinen alten walkman raus!

spanther 14. Okt 2008

Walkmänner hatten aber Kopfhörer welche nicht direkt "im Ohr" waren (wie diese Stöpsel...


Folgen Sie uns
       


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /