US-Chiphersteller Micron kündigt 2.850 Beschäftigten
Micron Technology, der größte Speicherchiphersteller der USA, wird massiv Arbeitsplätze abbauen. Das gab das Unternehmen im US-Bundesstaat Idaho bekannt. In den vergangenen zwei Jahren hat Micron wegen des anhaltenden Preisverfalls einen Verlust von 1,9 Milliarden US-Dollar eingefahren. Die Restrukturierung soll 60 Millionen US-Dollar kosten und helfen, im kommenden Jahr 175 Millionen US-Dollar einzusparen.
Micron fertigt in seiner Fabrik in Boise mit 200-Millimeter-Wafern, neue Fabriken arbeiten mit 300-Millimeter-Größen. Die Niederlassung hat 9.000 Beschäftigte, die 15 Prozent der NAND-Chips im Gesamtkonzern erzeugen. In diesem Bereich wird die Produktion nun eingestellt.
Auch IM Flash Technologies (IMFT), ein Gemeinschaftsunternehmen von Micron und Intel, reduziert die NAND-Produktion um 35.000 Wafer im Monat. Das Joint Venture betreibt Fabriken in Lehi (Utah) und in Manasas (Virginia), die den Speichertyp herstellen. Arbeitsplatzabbau soll es hier aber nicht geben.
"Der NAND-Verkaufspreis hat einen Punkt erreicht, von dem aus wir mit der jetzigen Kapazität niemals wieder profitabel werden könnten, auch wenn die Preise sich etwas erholen würden" , sagte Firmenchef Steve Appleton. "Auf dem Markt herrscht ein Überangebot." Außerdem machen Micron die niedrigen DRAM-Preise zu schaffen.



