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Das Lesen von Datenschutzerklärungen kostet Milliarden

Forscherinnen: Selbstregulation der Internetwirtschaft möglicherweise zu teuer

Wer die Datenschutzerklärungen von Websites liest, benötigt dafür im Schnitt 10 Minuten. Würde jede Datenschutzerklärung tatsächlich durchgelesen, würde die so verbrauchte Zeit die US-Internetnutzer rund 652 Milliarden Dollar kosten. Das haben zwei Forscherinnen errechnet.

"Zeit ist Geld", sagten unsere Vorfahren, auch ohne das Internet zu kennen. Zeit, die man mit einer bestimmten Tätigkeit verbringt, kann man nicht in eine andere, vielleicht produktivere Tätigkeit investieren. Die Ökonomen sprechen in einem solchen Fall von "Opportunitätskosten", also laut Wikipedia: "der Nutzenentgang, der bei mehreren Alternativen durch die Entscheidung für die eine und gegen die anderen Möglichkeiten entsteht". Die US-Forscherinnen Aleecia McDonald und Lorrie Faith Cranor von der Carnegie-Mellon-Universität haben jetzt die Opportunitätskosten für das Lesen von Datenschutzerklärungen von Websites untersucht, und sind zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen.

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McDonald und Cranor haben den Zeitverbrauch von 93 Internetnutzern gemessen, der bei der Lektüre von Datenschutzerklärungen populärer Websites anfiel. Den Wert der verbrauchten Zeit kalkulierten sie dann anhand der üblichen Kosten für Arbeits- und Freizeit und rechneten den Wert auf alle Internetnutzer in den USA hoch. Bei durchschnittlichen Kosten von 35,86 US-Dollar pro Stunde Arbeitszeit und 4,48 US-Dollar pro Stunde Freizeit kommen sie auf Kosten von insgesamt 652 Milliarden US-Dollar. Diese Kosten würden anfallen, "wenn alle amerikanischen Internetnutzer Wort für Wort die Online-Datenschutzerklärungen jeder Website, die sie neu besuchen, lesen würden", um sich anhand des von der Website gebotenen Datenschutzniveaus für oder gegen die Nutzung des jeweiligen Dienstes zu entscheiden. Für jeden einzelnen Amerikaner würden sich diese Kosten auf 2.949 US-Dollar jährlich belaufen. In der Praxis verzichten die Nutzer daher regelmäßig auf die Lektüre.

Die Forscherinnen sehen diese Zahlen als Ausgangspunkt für eine Diskussion über den Schutz der Privatsphäre im Internet. Sie sind skeptisch gegenüber dem bisher verfolgten Ansatz der Selbstregulation, der am Ende den Internetnutzern die Kosten für die Entscheidung über den Schutz oder die Freigabe ihrer Daten im Internet aufbürdet. [von Robert A. Gehring]


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Andreas Papke 13. Dez 2008

Genau dieser Text: japps, der is kompletter Blödsinn. Im Gegenteil: hat man rechtswidrige...

huahuahua 15. Okt 2008

Auch wenn man sich über die angesetzten Beträge für Arbeits- und Freizeitstunden sinnlos...

Der Kaiser 14. Okt 2008

How the markets really work http://www.youtube.com/watch?v=SwRFoxgEcHc Das Video ist ein...

:-) 12. Okt 2008

Dann wäre die Wissenschaft aber nicht mehr so laut :-)

Govhater 11. Okt 2008

Vielleicht hätten sich diese depperten, in diesem Fall überbezahlten Akademikerinnen...



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