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Amiga-Spielesammlung für PCs samt Digital-Joystick

Remake des Competition Pro wird mit Emulator geliefert. Fans klassischer Computerspiele, welche die Titel auf modernen PCs mit Emulatoren nutzen, stehen oft vor einem Problem: Die passenden Eingabegeräte fehlen. Speed-Link bietet deswegen den in den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts zum Quasi-Standard avancierten Joystick "Competition Pro" im Paket mit 185 Amiga-Spielen an.
/ Nico Ernst
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Der Amiga, ursprünglich unter der inzwischen durch viele Hände gegangenen Marke Commodore vertrieben, galt in den 80er-Jahren als bester Heimcomputer für Spiele. Heute lassen sich der 68000-Prozessor mit seinen 8 MHz und die drei Coprozessoren des Amiga auf PCs per Software nachbilden. Etliche Emulatoren wie UAE oder Fellow(öffnet im neuen Fenster) erlauben die Nutzung der Originalsoftware, die dazu mit spezieller Hardware von den 3,5-Zoll-Disketten ausgelesen wurde und – nicht immer ganz legal – per Internet verbreitet wird.

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Rechtlich einwandfrei soll aber laut Angaben des Herstellers die Sammlung "Amiga Classix Diamond Edition" sein, welche die deutsche Jöllenbeck GmbH nun unter ihrer Marke "Speed-Link" anbietet. Darin sind der Emulator WinUAE und 185 Spiele auf einer CD-ROM enthalten.

Eine vollständige Liste der Spiele legte Jöllenbeck bisher nicht vor, beim britischen Versender Amigakit finden sich jedoch Auszüge des Angebots(öffnet im neuen Fenster) . Laut Angaben von Jöllenbeck sind die darin zu findenden Titel des Studios "Cinemaware" wie "Defender of the Crown" und "It came from the Desert" und andere Programme wie die deutsche "Anstoss"-Serie vollständig im Original enthalten.

Andere Spiele sollen minimal veränderte Versionen der Vorbilder sein, so ist etwa "Bomb Jacky" dem Titel "Bomb Jack" nachempfunden und "Bobble Puzzle" dem Jump'n'Run-Spiel "Bubble Bobble". Einige andere Amiga-Klassiker wie Shoot'em'Ups im Stile von "R-Type" und "Xenon II" oder der deutsche Mario-Brothers-Clone "The Great Giana Sisters" fehlen in der Liste jedoch.

Amiga-Fans mit eigener Softwaresammlung dürfte das nicht stören, steckt doch im Paket mit der CD auch ein für den USB-Port gedachter Joystick namens "Competition Pro". Unter diesem Namen wurde bis 1993 ein vom britischen Hersteller Kempston gebauter Joystick vertrieben, der sehr robust und präzise war. Wie beim Original handelt es sich auch bei der Neuauflage von Speed-Link um einen Digital-Joystick mit Mikroschaltern, der nur acht Richtungen und eine Feuertaste als Eingabebefehle kennt. Um für Links- und Rechtshänder geeignet zu sein, sind trotzdem zwei große Tasten vorhanden, zwei weitere kleine schalten das für viele Amiga-Spiele nötige Dauerfeuer ein.

Die meisten Amiga-Emulatoren für PCs bilden auch die proprietäre Joystick-Schnittstelle des Heimcomputers auf einem USB-Port nach, womit bisher beispielsweise digitale Joypads für PCs nutzbar waren. Diese sind jedoch für viele Amiga-Spiele nicht genau genug oder erlauben keine abrupten Richtungswechsel des Spielobjekts wie beim Herumreißen eines Joysticks. Laut Angaben des Herstellers ist das Paket aus Joystick und Amiga-Spielen ab sofort für rund 18 Euro im Fachhandel erhältlich.

Neben solchen Retroprodukten lebt der Amiga aber auch mit neuer Hardware fort. Das bereits im Sommer 2008 angekündigte Amiga OS 4.1 befindet sich zwar immer noch im Betastadium. Die dafür nötige Hardware in Form eines Embedded-Mainboards kann man aber inzwischen unter anderem beim deutschen Versender Vesalia(öffnet im neuen Fenster) kaufen. Die klassischen Spiele laufen aber darauf auch wiederum nur über einen Emulator.


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