IBMs Power6-Server jetzt mit bis zu 32 Kernen oder 5 GHz

Zahl der Sockel im System Power 570 verdoppelt

IBM hat seine Server auf Basis der Power6-Prozessoren aufgewertet, nachdem die x86-Prozessoren im Bereich der Supercomputer und Enterprise-Server ihre Marktanteile ständig ausbauen. Neue Prozessorkarten steigern die Zahl der Kerne pro Rechner auf bis zu 32. Dafür sind aber 16 Höheneinheiten nötig.

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Die früher recht unübersichtliche Produktpalette der Server mit Power-Prozessoren hatte IBM bereits im Frühling 2008 vereinheitlicht, kurz danach erschien auch das System "Power 570". Auf Basis dieser je vier Höheneinheiten (4U) großen Rack-Einschübe gibt es jetzt neue Rechner. Für diese Maschinen hat IBM neue Prozessorsteckkarten entwickelt, auf denen zwei oder vier Sockel für die Power6-CPUs angebracht sind.

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Zwei der 570-Module
Zwei der 570-Module
In die Zwei-Sockel-Module dürfen auch die neuen Power6-Prozessoren einziehen, die mit Taktfrequenzen von 3,5, 4,2, 4,4, 4,7 und 5 GHz verfügbar sind. Entscheidet man sich für die Vier-Sockel-Maschine, können die CPUs des luftgekühlten Moduls maximal 4,2 GHz schnell sein. Die Power6-CPUs sind mit zwei Kernen ausgestattet, von denen jeder über 4 MByte L2-Cache verfügt, dazu kommt noch ein gemeinsamer L3-Cache für beide Kerne von 32 MByte.

Vollausbau: Oben Server, unten Storage
Vollausbau: Oben Server, unten Storage
Wiederum vier der 570-Einschübe lassen sich per 10-Gigabit-Ethernet oder Fibre Channel koppeln, so dass bei den Konfigurationen mit bis zu 4,2 GHz insgesamt 32 Kerne in einem Rack zur Verfügung stehen, wenn jedes Modul mit vier Sockeln ausgestattet ist. Mit den höher getakteten Prozessoren, bei denen je zwei in einem Modul Platz finden, sind es 16 der sehr schnellen RISC-Kerne in einem Rack.

IBMs SPEC-Benchmarks
IBMs SPEC-Benchmarks
IBM will mit den neuen Rechnern vor allem Sun angreifen, die bisher unter anderem bei Java-Servern mit SPARC-Prozessoren sehr beliebt sind. Gegenüber dem System M8000 von Sun mit seinen 64 Kernen hat IBM in offiziellen Benchmark-Läufen mit SPECjbb2005 mit 16 Kernen dreimal so viel Rechenleistung erzielt, und mit 32 Kernen viermal so viel. Diese Werte zeigen, warum IBM sowohl höhere Takte als auch mehr Kerne als Lösung anbietet: Nicht jede Anwendung skaliert mit derart vielen Cores gut. IBM hat diese Ergebnisse allerdings noch nicht auf der SPEC-Webseite veröffentlicht.

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Jedes der 570-Module kann neben den vier Prozessoren mit bis zu 192 GByte DDR2-Speicher ausgerüstet werden, teurere FB-DIMMs oder gar DDR3 lässt IBM weiter außen vor. Neben den bei solchen Rechnern üblichen externen Storage-Systemen haben in jedem 570-Einschub auch sechs SAS-Festplatten Platz. Für Erweiterungen stehen je Modul vier PCIe-x8-Slots sowie zwei Steckplätze für PCI-X-Karten mit 266 MHz zur Verfügung. Diese sind in vielen Umgebungen zur Anbindung von älteren Speichersubsystemen noch notwendig.

Noch 2008 will IBM die neuen Power 570 ausliefern, Preise nannte das Unternehmen noch nicht.

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tjp 01. Nov 2008

Der Power6 hat einen sehr komplexen Befehlssatz. Lediglich die einheitliche Struktur...

nIX23 22. Okt 2008

Power6 & AIX wird bei uns in Bereichen eingesetzt in denen es auf echte...

nonsense 09. Okt 2008

auch falsch.... PPC steht in der Tat für PowerPC, der Power Mac G5 z.B. nutzte den...

johnmcwho 09. Okt 2008

Und er nannte sie Amiga. Konnte ich mir einfach nicht verkneifen.



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