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Blackberry Storm mit Touchscreen und ohne Tastatur (Update)

HSDPA-Mobiltelefon mit 1 GByte Speicher, GPS-Empfänger und Lagesensor. Als Blackberry Thunder wurde es erwartet, nun hat Research In Motion (RIM) das Blackberry Storm offiziell vorgestellt. Das erste Blackberry-Modell mit Touchscreen wird in Deutschland exklusiv bei Vodafone zu haben sein. Der Neuling besitzt keine Tastatur, so dass alle Eingaben über eine Bildschirmtastatur vorgenommen werden müssen.
/ Ingo Pakalski
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"Mittlerweile ist das Gerät erhältlich. In einem ausführlichen Test des Blackberry Storm samt Video nimmt Golem.de RIMs Smartphone mit klickbarem Touchscreen unter die Lupe."

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Die Blackberry-Modelle haben sich einen Ruf als E-Mail-Maschinen erarbeitet, weil sie bislang immer eine Minitastatur hatten, über die sich Texte bequem eingeben lassen. Auf diesen Komfort muss der Käufer eines Blackberry Storm verzichten, denn eine echte Tastatur gibt es nicht. Stattdessen werden E-Mails oder andere Informationen mit einer Bildschirmtastatur über den Touchscreen eingetippt. Dabei bietet der 3,25 Zoll große TFT-Touchscreen eine Auflösung von 480 x 360 Pixeln und zeigt darauf bis zu 65.536 Farben. Die Displayhelligkeit soll sich automatisch dem Umgebungslicht anpassen.

Das Storm-Modell ist mit einem Lagesensor versehen, der den Bildschirminhalt automatisch ausrichtet, je nachdem, ob das Gerät hochkant oder quer gehalten wird. Abhängig von der Ausrichtung erscheint eine andere Bildschirmtastatur. Im Querformat bietet das Display mehr Platz, so dass der Nutzer eine vollwertige QWERTZ-Tastatur erhält, die die untere Displayhälfte einnimmt, während darüber ein recht großzügiger Eingabebereich zur Verfügung steht.

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Wird das Blackberry Storm im Hochformat gehalten, gibt es eine Bildschirmtastatur mit SureType-Layout, das aus anderen Blackberry-Modellen bekannt ist. Ein QWERTZ-Layout wird dabei auf deutlich weniger Tasten verteilt, so dass häufig zwei Buchstaben auf einer Taste sitzen. Um die Texteingabe zu vereinfachen, gibt es eine Wortvervollständigung auf Basis eines Wörterbuchs. Auch hier ist das Display zweigeteilt: Die untere Hälfte nimmt die Tastatur ein, während die obere Hälfte die Eingaben zeigt.

Der Hersteller verspricht, dass die Bildschirmtastatur wie eine echte Tastatur reagiert. Bei Eingaben soll das Display nachgeben, so dass der Nutzer das Gefühl hat, etwas niederzudrücken. Dabei soll ein Klickgeräusch dafür sorgen, dass der Anwender Eingaben besser erkennt. Ein Test muss zeigen, ob dieser Ansatz eine echte Tastatur würdig ersetzen kann.

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Der verwendete Touchscreen soll mit Multitouchtechnik versehen sein, so dass iPhone-ähnliche Bedienschritte möglich sind. Ob diese im Blackberry-Neuling Einzug halten, ist nicht bekannt. Im Unterschied zum iPhone besitzt das Blackberry Storm auf jeden Fall eine Zwischenablage, um Textpassagen zwischen verschiedenen Applikationen austauschen zu können. Nähere Details zur Touchscreenbedienung des Blackberry Storm liegen derzeit nicht vor.

Unterhalb des Displays befinden sich vier Knöpfe. Damit kann der Nutzer bequem Anrufe annehmen oder beenden, das Hauptmenü aufrufen und mittels der Escape-Taste einen Schritt zurückgehen. An der rechten Gehäuseseite befinden sich Lautstärketasten und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse, um handelsübliche Kopfhörer daran anzuschließen.

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Der integrierte Mediaplayer versteht die Musikformate MP3, WMA, AAC, AAC+ sowie eAAC+ und Videos der Formate MPEG4, WMV, H.263 sowie H.264. Dem steht ein Equalizer mit elf Voreinstellungen zur Seite, um die Musikwiedergabe an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Die integrierte 3,2-Megapixel-Kamera bietet einen Autofokus sowie ein LED-Licht und mit Hilfe des integrierten GPS-Empfängers können die aufgenommenen Fotos mit Geotags versehen werden.

Um den GPS-Empfänger für Navigationen zu nutzen, ist Blackberry Maps installiert. Darüber werden Kartendaten mobil über das Internet geladen, so dass die Navigationssoftware im Ausland aufgrund von Roaminggebühren schnell hohe Kosten verursacht. Der interne Speicher fasst 1 GByte, so dass einige Fotos oder Musikstücke darin Platz finden. Zudem können Daten auf einer Micro-SD-Karte ausgelagert werden. Das Gerät unterstützt Karten mit einer Kapazität von bis zu 8 GByte.

Das 112,5 x 62,2 x 13,95 mm messende UMTS-Smartphone beherrscht ansonsten die beiden GSM-Netze 900 sowie 1.800 MHz und versteht ferner HSDPA, EDGE sowie GPRS. Auf WLAN-Technik muss der Nutzer ganz verzichten. Als weitere Drahtlostechnik ist Bluetooth 2.0 mit A2DP-Profil für Übertragung von Stereomusik vorhanden.

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Mit dem austauschbaren Akku wiegt das Blackberry Storm 155 Gramm und soll mit einer Akkuladung eine Sprechdauer von maximal 6 Stunden im UMTS-Modus erreichen. Im Bereitschaftsmodus muss der Akku nach 15 Tagen wieder an die Steckdose. Akkulaufzeiten für den GSM-Betrieb verriet der Hersteller nicht, aber bei den Sprechzeiten sollten dann höhere Werte erreicht werden. Vermutlich gelten die Akkulaufzeiten ohne aktivierten GPS-Empfänger, so dass sich bei Zuschaltung der Technik die Akkulaufzeit verringert.

Vorinstalliert auf dem Blackberry Storm ist die Office-Software Documents To Go von DataViz, um Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien direkt auf dem mobilen Begleiter zu bearbeiten. Zum Lieferumfang zählt auch ein HTML-Browser, der sowohl im Hoch- als auch im Querformat nutzbar ist. Der Browser zeigt eine Webseite verkleinert an, mit einem Doppeltipp wird der betreffende Ausschnitt vergrößert. Neben dem Download von Dateien wird auch der Empfang von Audio- oder Videodaten per Streaming unterstützt.

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Das Blackberry Storm unterstützt den Blackberry Enterprise Server, den Blackberry Internet Service, Blackberry Unite sowie die Blackberry Professional Software. Der Dienst übermittelt E-Mails automatisch an das Gerät, so dass eine manuelle oder zeitgesteuerte Abfrage eines Postfachs entfällt. Die E-Mail-Inhalte werden immer in 2-KByte-Stücken auf das Gerät übertragen, so dass der Datenverkehr niedrig und die Übertragungszeiten kurz gehalten werden.

Der Blackberry Storm soll im Herbst 2008 in Deutschland exklusiv bei Vodafone zu haben sein. Was Kunden für das Gerät bezahlen müssen, wollte der Hersteller noch nicht verraten. Preise sollen erst in einigen Wochen nachgereicht werden.

Nachtrag vom 8. Oktober 2008, 15:47 Uhr:
Der Hersteller hat Farbtiefe und Größe des Touchscreens vom Blackberry Storm bekanntgegeben. Die betreffende Textpassage im Artikel wurde entsprechend angepasst.


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