Handy-TV-Anbieter Mobile 3.0 soll Lizenz zurückgeben

Landesmedienanstalten wollen Neuanfang

Die Landesmedienanstalten haben den DVB-H-Betreiber Mobile 3.0 aufgefordert, bis Ende Oktober 2008 seine Sendelizenz zurückzugeben. Das Betreiberkonsortium könne "weder Verträge über den Netzbetrieb noch mit Vertriebs- und Marketingpartnern" vorweisen. Bei Mobile 3.0 heißt es weiterhin: "Kein Kommentar."

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Die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) sieht das zum 1. Juni 2008 begonnene DVB-H-Versuchsprojekt als gescheitert an. "Wir erwarten, dass das Konsortium Mobile 3.0 bis Ende Oktober die Lizenzen zurückgibt", so Thomas Langheinrich, Chef der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK). Sollte die Lizenz nicht zurückgegeben werden, will Langheinrich ein Widerrufsverfahren einleiten, um die Vergabe nachträglich zu kippen. "Mobile 3.0 konnte das eigene im Rahmen der Ausschreibung vorgelegte Gesamtkonzept nicht umsetzen und weder Verträge über den Netzbetrieb noch mit Vertriebs- und Marketingpartnern vorlegen. Wir ziehen daraus den Schluss, dass ein Festhalten an diesem Pilotversuch das DVB-H-Projekt nicht weiterbringt", begründet Langheinrich.

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Durch eine zügige Rückgabe könne eventuell ein Neustart von DVB-H unter veränderten technischen und wirtschaftlichen Bedingungen erfolgen. Seit 1. September 2008 besteht mit dem 10. Rundfunkstaatsvertrag eine neue Rechtslage, die den Plattformbetrieb von DVB-H auf eine bundesweit einheitliche Grundlage stellt. Handy-TV mit DVB-H kommt zudem durch Mobiltelefone mit Empfangschips für das kostenlose digitale Antennenfernsehen über den Standard DVB-T unter Druck. Den "Überallfernsehen" genannten Standard kennen die Konsumenten von stationären DVB-T-Receivern aus ihrem Wohnzimmer.

"Wenn es Investoren und ein neues Modell gibt, kann ein Neustart erfolgen. Wenn nicht, ist mobiles Fernsehen nach DVB-H tot", sagte Axel Dürr, Sprecher der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) zu Golem.de. Denkbar wäre ein neuer, kostenpflichtiger Kanal für mobiles TV.

Das Konsortium Mobile 3.0 ist ein Joint Venture von Mobiles Fernsehen Deutschland (MFD) und Neva Media. Das Gemeinschaftsunternehmen wird getragen von den Medienunternehmen Hubert Burda Media und der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck (zu der auch Golem.de gehört), die an Neva beteiligt sind, sowie von dem südafrikanischen Medienunternehmen Naspers, das größter MFD-Gesellschafter ist.

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Seit Juli 2008 gibt es Berichte über ein mögliches Ende des Konsortiums, doch Mobile 3.0 hüllt sich in Schweigen. "Wir geben dazu keinen Kommentar ab. Ich kann nicht sagen, wann wir eine Stellungnahme veröffentlichen", sagte eine Sprecherin Golem.de. Gegenüber den Medienanstalten habe die Firma aber erklärt, "auf jeden Fall weitermachen zu wollen", so Dürr.

Dem möglichen Einstieg eines neuen Investors stehen die Landesmedienanstalten aber ablehnend gegenüber, weil dies die Gesellschafterstrukturen verändern würde, die Grundlage der Zuteilungsentscheidung waren.

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arbeitervolk 18. Okt 2008

ich finde das nicht gut!! denn die personen die viel arbeiten müssen einen langen...

Motzekater 09. Okt 2008

Wenn DVB-H was kostet ist der Scheiß mausetot. Chris

ABE 09. Okt 2008

Aber mal gedanklich durchspielen was passiert wenn du das als Bürgermeister ankündigts...

Frap 08. Okt 2008

Ja, vermute ich auch. Mobiles TV hätte fürs Handy durchaus echt Zukunft, bei längeren...

schlaumann 08. Okt 2008

Les den Artikel zur Google Mail Selbstentblödung, dann weißt du bescheid! Irgendwie find...



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