Bundesdatenschützer beklagt Kundendatenchaos bei der Telekom

Rufe nach Rücktritt von René Obermann

Die Deutsche Telekom habe die Kontrolle über die Kundendaten verloren, urteilt Bundesdatenschützer Peter Schaar angesichts der schweren Versäumnisse beim Datenschutz. Schaar hatte die Prüfungen seit dem ersten Datenskandal in dem Unternehmen ausgeweitet.

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Bundesdatenschützer Schaar erklärte, seine Behörde versuche derzeit, sich durch aufwendige Prüfungen einen Überblick über die Lage bei der Telekom zu verschaffen. "Wir müssen da teilweise bei null anfangen", sagte er dem Tagesspiegel. Bei T-Mobile waren Anfang des Jahres 2006 über 17 Millionen Kundenstammdaten entwendet worden. Die Täter konnten bislang nicht ermittelt werden.

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Tausende Beschäftigte der Telekom, darunter auch Externe, hätten Zugriff auf personenbezogene Daten. Aus der technischen Administration heraus sei der Zugriff auf ganze Datenbestände möglich, Kopieren eingeschlossen. Außerdem würden die Zugriffe nicht ausreichend protokolliert.

"Unter guter Unternehmensführung verstehe ich etwas anderes", sagte Schaar an die Adresse von Telekom-Konzernchef René Obermann. Es wäre selbstverständlich gewesen, die betroffenen Kunden und die Aufsichtsbehörden zu informieren. Beides sei nicht geschehen. Nicht nur für die eklatanten Mängel im Datenschutzmanagement trage die Unternehmensleitung die Verantwortung. "Schlimmer ist der Versuch, Verstöße unter den Teppich zu kehren, wenn sie herauskommen. Ich denke, es ist Sache des Aufsichtsrates, diese Vorgänge genau zu prüfen."

Die Kommentatoren mehrerer großer Tageszeitungen fordern indessen Obermanns Ablösung. "Dieser Skandal hat einen Namen: Obermann, damals Chef von T-Mobile, heute Vorstandsvorsitzender der Telekom", schreibt die Rheinische Post. "Der jugendlich-frisch wirkende Manager traktiert seine Mitarbeiter seit Jahren mit Mehrbelastung, Reallohnkürzungen und permanenten Umstrukturierungen. Dem Aktienkurs hat es nichts geholfen, dafür ist die Loyalität vieler Beschäftigter dahin. Obermann scheint immer weniger die Lösung als vielmehr das Problem des angeschlagenen Riesen Telekom zu sein."

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Die in Düsseldorf erscheinende Westdeutsche Zeitung kritisiert, dass Obermann die Betroffenen erst jetzt in Kenntnis setzt. "Hätte er damals seine Kunden informiert, wäre die Sache zwar peinlich gewesen, sie hätte aber nicht zu dem geschäftsschädigenden Vertrauensverlust geführt, den der Konzern nun verkraften muss. Was soll man von einem Manager denken, der gegenüber seinen Kunden so unehrlich ist? Obermann hat seine Belegschaft mit Blick auf den Aktienkurs hart in die Pflicht genommen. Nun sollte er mit sich selbst genauso börsenorientiert verfahren - und gehen."

Auch der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) schloss sich den Rücktrittsforderungen an.

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das problem... 08. Okt 2008

das mal wieder kaum jemand die Lüge wahrhaben will und dass wir die Lüge schon gewohnt...

pe9gr 08. Okt 2008

Dass Golem in der zweiten Hälfte des Artikels nur subjektive und sinnlose ("Dieser...

Vladimir 08. Okt 2008

Ja wenn dass der BDK schreibt, dann ist eine Klage auf 17 Milliarden Euro wegen fiktiver...

verkanntes Genie 07. Okt 2008

Der Datenschutz bleibt oft genug an CIO oder einem seiner Untergebenen hängen. Die...



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