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AMD verkauft Werke - auch in Deutschland (Update 2)

Produktion an Joint Venture Foundry Co. mit arabischen Partnern ausgegliedert

Der Halbleiterhersteller AMD kann eine eigene Fertigung nicht mehr finanzieren und lagert seine Fabriken in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Investmentkonzernen aus Abu Dhabi aus, die bereits große Anteile an der US-Firma halten. Sie schießen zwischen 3,6 bis 6 Milliarden US-Dollar in das neue Gebilde Foundry Co., das auch für andere Chipentwickler fertigen wird. Auch die Dresdner Chipfabrik wechselt den Besitzer.

Fab36 und 38 im November 2006
Fab36 und 38 im November 2006
AMD hat für den 7. Oktober 2008 eine "bedeutende Ankündigung zur Strategie der Firma" angesetzt. Wie das Wall Street Journal aus informierten Kreisen erfahren hat, geht es dabei um den sich schon länger abzeichnenden Ausstieg aus der eigenen Fertigung. AMD hat diese Berichte inzwischen bestätigt. Die Chipfabriken werden an ein Joint Venture mit Advanced Technology Investment aus den Emiraten überführt, die das Weiterbestehen finanziell absichern. Mubadala Development aus Abu Dhabi hält bereits 8 Prozent an AMD und wird die Anteile für 315 Millionen US-Dollar auf 19,4 Prozent erhöhen. 1,2 Milliarden US-Dollar der Schuldenlast AMDs gehen ebenfalls an Foundry.

Einbau neuer Tools im Reinraum der Fab38
Einbau neuer Tools im Reinraum der Fab38
AMD-Chef Dirk Meyer hatte bereits Anfang September 2008 über die Pläne zum Verkauf der eigenen Fertigung gesprochen. "Wir trennen uns im CPU-Geschäft vom Modell der Fertigung in Fabriken für den eigenen Bedarf", so Meyer. "Längerfristig befreit uns das von der finanziellen Bürde für diese gigantischen Fabriken", sagte Meyer.

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IBM, bislang wichtiger Partner für die Entwicklung neuer Fertigungsprozesse für AMD, soll auch künftig mit Foundry zusammenarbeiten. Inwieweit Lizenzierungsverträge mit Intel von der Foundry-Gründung betroffen sind, ist bislang nicht bekannt.

Eingangsbereich der Fab30
Eingangsbereich der Fab30
Nach einer Reihe von Schwierigkeiten in den vergangenen zwei Jahren ist der Aktienkurs AMDs gefallen. Aus der Übernahme des Grafikchipherstellers ATI drücken Schulden in Milliardenhöhe. Der letzte Quartalsumsatz lag mit 1,35 Milliarden US-Dollar um 100 Millionen unter den Erwartungen der Analysten. Und der Abfluss der Marktanteile an den finanzstarken Erzkonkurrenten Intel geht weiter.

Bau der Fab36 im Dezember 2004
Bau der Fab36 im Dezember 2004
In den beiden Halbleiterwerken "Fab38" und "Fab36" in Dresden stellt AMD seit zehn Jahren den Großteil seiner Produkte her. Derzeit werden dort Prozessoren in 65 Nanometern Strukturbreite gefertigt, noch 2008 will AMD die Massenproduktion von 45-Nanometer-Chips aufnehmen. Noch im Juni 2007 hatte das Unternehmen einen Verkauf seiner Chipfabriken entschieden bestritten, vom inzwischen pensionierten Firmengründer Jerry Sanders stammt auch der Satz: "Only real men have fabs." Inzwischen kann sich AMD das aber nicht mehr leisten.

AMD verkauft Werke - auch in Deutschland (Update 2) 

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Najaaaaa 08. Okt 2008

Eine sauber ordentliche marktgerecht Unternehmenspolitik wäre von AMD aber besser...

Ancronix 08. Okt 2008

Man nehme an, eine Fabrik würde 50 Jahre die gleiche CPU (im Monopol) produzieren, immer...

Franz... 08. Okt 2008

Nur Vize-Europameister und jetzt AMD am Abgrund. Was für ein Jahr....

karamba 08. Okt 2008

Die Plattformen, die ich meine, sind CPU- technisch gesehen ja auch Low-End. Das ist...

fdsfasdf 07. Okt 2008

Sorry, aber es nicht mehr alles wie anno dazumal im Tante Erna Laden. Es ist...



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