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eBay bestätigt massenhaften Stellenabbau (Update)

Kauf von Online-Bezahldienstleister und dänischen Portalen. Der Auktionsplattformbetreiber eBay hat Berichte über massenhaften Personalabbau bestätigt. Weltweit will sich eBay von etwa zehn Prozent seiner Mitarbeiter trennen, so der kalifornische Konzern. Das betrifft rund 1.000 Festangestellte sowie mehrere hundert befristet Beschäftigte. Zugleich steckt eBay über 1,3 Milliarden Dollar in Übernahmen.
/ Achim Sawall
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EBay baut weltweit 1.500 Arbeitsplätze ab. "So ein Schritt ist nie einfach" , sagte Firmenchef John Donahoe. "Aber die Neuorganisation wird unsere internen Verwaltungsabläufe vereinfachen und uns Investitionen in weiteren Wachstumsfeldern ermöglichen." Außerdem reduziert das Unternehmen die Zahl seiner offenen Stellen.

In diesem Zusammenhang werden Restrukturierungskosten in Höhe von 70 bis 80 Millionen US-Dollar entstehen, die zum größten Teil im vierten Quartal 2008 die Bilanzen belasten werden. Zuvor hatte bereits das US-Magazin Barron's über den Abbauplan informiert . Hintergrund sei die seit längerem anhaltende Wachstumsschwäche im Kerngeschäft mit Internetauktionen.

Zudem gab eBay zwei große Übernahmen bekannt. So kauft eBay für rund 820 Millionen US-Dollar sowie weitere 125 Millionen US-Dollar in Optionen den US-amerikanischen Online-Bezahlservice Bill Me Later. Zugleich schluckt das Unternehmen für etwa 390 Millionen US-Dollar die dänischen Online-Handelsportale für Kleinanzeigen, dba.dk und bilbasen.dk, einen Anzeigenmarkt für Kraftfahrzeuge.

Bill Me Later, ein von CIT Bank initiierter und von I4Commerce verwalteter Dienst, erlaubt es Einzelhändlern, ihren Kunden einen Sofortkredit anzubieten.

Nachtrag vom 6. Oktober 2008, um 19:45 Uhr:
Ein Sprecher von eBay Deutschland erklärte Golem.de: "Wir gehen derzeit davon aus, dass auf Grund der neuen Struktur in Deutschland 8 Prozent der 1.250 am Standort Dreilinden Beschäftigten betroffen sein werden." Damit sind 100 Menschen von dem Stellenabbau betroffen. "Die Umgestaltung betrifft dabei vor allem den Verwaltungsbereich und das Marketing von eBay in Deutschland."

Die geplanten Veränderungen beträfen nicht die bestehenden, lokalen Kundenservice-Organisationen, die mit eBay-Verkäufern und Käufern in Kontakt stehen.


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