Filmripp-Programm RealDVD vorerst verboten
Die erst seit 30. September 2008 für den Verkauf freigegebene Software RealDVD ist bereits wieder verboten. "Wegen rechtlicher Schritte der Hollywood-Filmstudios gegen uns ist RealDVD gegenwärtig nicht verfügbar" , erklärt RealNetworks. "Sie können mit Sicherheit davon ausgehen, dass wir weiter daran arbeiten, ihnen Software zur Verfügung zu stellen, die es erlaubt, legale Kopien ihrer eigenen Film-DVDs für den Eigengebrauch zu erstellen" , versichert die US-Firma auf der Downloadseite des Produkts.
Das Onlinemagazin NewTeeVee(öffnet im neuen Fenster) berichtet unter Berufung auf einen RealNetworks-Sprecher, dass sich das Gericht bis zum 7. Oktober 2008 Zeit nimmt, um die Klageschrift des Filmindustrieverbandes Motion Picture Association of America (MPAA) und die Gegenklage RealNetworks' zu prüfen.
"RealNetworks' 'RealDVD' sollte 'StealDVD" heißen" , sagte Greg Goeckner, Chefjustiziar des Industrieverbandes MPAA. "RealNetworks weiß genau, dass sein Produkt das Urheberrecht verletzt." Real hatte mit einer Gegenklage geantwortet und die volle Legalisierung seiner neuen Software gefordert, die das Kopieren von CSS-geschützten Film-DVDs auf die Festplatte eines Computers erlaubt. Ziel war die Bestätigung der "vollen Konformität des Produkts mit den Lizenzbestimmungen der DVD Copy Control Association" .
Ist ein Film einmal auf der Festplatte eines Rechners, verhindere sogar ein neuer, stärkerer Kopierschutz die Weiterverbreitung der Inhalte über den DVD-Brenner oder Tauschnetzwerke, erklärte RealNetworks. Das Überwinden des Kopierschutzes und der Verkauf entsprechender Werkzeuge sind in den USA verboten.