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WLCG - das größte Grid der Welt ist gestartet

100.000 Prozessoren in 140 Institutionen und 33 Ländern. Am 3. Oktober 2008 wurde das sogenannte "Worldwide LHC Computing Grid" (WLCG) offiziell in Betrieb genommen. Das größte Grid der Welt soll die vom Large Hadron Collider (LHC) erzeugten Daten verarbeiten.
/ Jens Ihlenfeld
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Rund 15 PByte an Daten, also rund 15 Millionen GByte, wird der LHC über einen Zeitraum von 15 Jahren jedes Jahr produzieren. Verarbeiten und analysieren soll diese das größte Grid der Welt, das 140 Institutionen in 33 Ländern und mehr als 100.000 Prozessoren umfasst.

Allein im Rechenzentrum des CERN stehen mehr als 5.000 PCs mit 20.000 Prozessoren und 8 PByte Plattenspeicher sowie 18 PByte Bandspeicher. Die Speicherkapazität soll allerdings noch ausgebaut werden auf 16 PByte Plattenspeicher und 30 PByte Bandspeicher.

Das CERN selbst setzt primär auf Standardhardware aus dem PC-Bereich und verbindet die Systeme über ein großes Ethernet mit einem Datendurchsatz von 10 GBit/s.

Das eigentliche Grid besteht aus drei Schichten. Schicht "0" ist das CERN-Rechenzentrum, durch das alle Daten laufen, das aber nur etwa 20 Prozent der gesamten Rechenleistung beherbergt. Die Schicht 1 besteht aus elf Rechenzentren in Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Skandinavien, Spanien, Taiwan, Großbritannien und den USA. Diese reichen die Daten dann an 140 Institutionen der Schicht 2 weiter, die dann wiederum die PC-Cluster in Physikinstituten weltweit beliefern, wo die Daten analysiert werden sollen.

Wirklich losgehen wird es allerdings erst 2009, denn bis dahin bleibt der LHC nach einer technischen Panne abgeschaltet .


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