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Microsoft wird in München Such-Technikzentrum errichten

Freude in bayerischer Landeshauptstadt über neue gutbezahlte Jobs. Der Softwarekonzern Microsoft wird in Europa Such-Technologiezentren in München, London und Paris eröffnen. Das gab das Unternehmen bekannt. Ziel ist die Weiterentwicklung der "Live Search" für die lokalen Märkte. Rund 300 Entwickler sollen bis 2011 an den drei europäischen Standorten beschäftigt werden. Unklar ist bislang, ob es sich um Neueinstellungen handelt.
/ Achim Sawall
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Microsoft-Chef Steve Ballmer hat den Ausbau des Suchmaschinenbereiches des Konzerns in Europa angekündigt. "Wir sind davon überzeugt, dass der Suchmaschinenmarkt noch in den Kinderschuhen steckt. Wir sind ein Herausforderer, kein Marktführer bei der Internetsuche" , erklärte er. Live Search werde stärker an den Bedürfnissen des jeweiligen Landes ausgerichtet. Ziel sei die Lieferung besserer Suchergebnisse, die Vereinfachung der Suchworteingabe und Innovationen bei der Werbeeinbindung. In diesem Jahr betragen die Forschungsausgaben von Microsoft in Europa nach Unternehmensangaben 430 Millionen Euro. Genaue Angaben zu den Investitionen in Deutschland machte Ballmer nicht.

Bayerns Medienminister Eberhard Sinner (CSU): "Dadurch werden hier bei uns hochwertige neue Jobs geschaffen und die Grundlagen für neue Produkte und neue Geschäftsmodelle gelegt." Sinner verwies darauf, dass im Großraum München rund die Hälfte des Gesamtumsatzes der deutschen Informations- und Kommunikationsbranche erzielt werde.

Die Leitung des europäischen Such-Technologiezentrums übernimmt Jordi Ribas, ehemals General Manager von Microsofts Geschäftssparte Connected TV. Microsoft-Deutschland-Chef Achim Berg unterstrich das Engagement seines Hauses in Europa und verwies auf den angekündigten Erwerb des Münchner Anbieters von Preisvergleichs- und Verbraucherportalen Ciao für 486 Millionen US-Dollar, sowie auf die Akquisition des norwegischen Suchspezialisten FAST für knapp 840 Millionen Euro. Kürzlich kaufte Microsoft zudem den britischen Such- und Kartenspezialisten Multi-Map für 64 Millionen Euro.


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